Wiener Hotels kaum gebucht

Branchen-Obmann: Jedes vierte bis fünfte Haus sperrt vorerst gar nicht auf.

In den Wiener Hotels ist derzeit viel Platz

In Wien dürfen die Lokale und Hotels seit heute wieder öffnen. Sie mussten aufgrund der strengeren Wiener Verordnung eine längere Pause einlegen. Der Handel durfte hingegen in der Bundeshauptstadt bereits vor einer Woche wieder aufsperren. Der Stadthotellerie geht es seit Pandemie-Beginn schlecht, bis zu einem Viertel der Häuser sperrt vorerst gar nicht auf. Im Lockdown gab es zusätzlich viele Stornos.

Für die Gastronomie gibt es trotz Öffnung weiterhin Einschränkungen: Sie muss gemäß der bundesweiten Regelung um 23.00 Uhr zusperren. Keine Änderung gibt es vorerst für die Nachtgastronomie. Sie bleibt in ganz Österreich bis auf weiteres geschlossen. Allerdings befürchten Virologen durch die Verbreitung der neuen Corona-Variante Omikron einen rasanten Anstieg bei den Corona-Infektionen.

Die Wiener Hotel-Branche sieht sich einer „dramatischen Lage“ gegenüber, die „fast hoffnungslos“ sei. Trotz Lockdown-Endes betrage die Buchungslage aktuell nur 16 bis 20 Prozent, sagte Dominic Schmid, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wiener Wirtschaftskammer. Grund: Viele Gäste hätten bereits im Lockdown storniert. Er schätzt, dass 20 bis 25 Prozent der Hotels vorerst gar nicht aufmachen, also weiter zu bleiben.

Bis Mitte November sei man in der Branche noch zuversichtlich gewesen, damals habe man über Buchungen im Ausmaß von 50 bis 60 Prozent verfügt. „Wir sind verzweifelt“, erklärte Schmid im Ö1-Morgenjournal. Ein Fünftel aller Hotels in Wien hat seinen Angaben zufolge seit Pandemie-Beginn bereits für immer geschlossen.

Roman Mayrhofer, Chef des Hotels Wilhelmshof in Wien-Leopoldsdorf, bestätigte für sein Haus eine geringe Auslastung. Bei ihm seien derzeit nur zehn von rund hundert Zimmern belegt. Wenn man Glück habe, werde die Buchungslage Richtung Weihnachten und Silvester auf 20 bis 25 Prozent ansteigen. Ansonsten gebe es um diese Zeit 90 Prozent Auslastung. Hinzu komme, dass der momentane „dramatische Rückgang“ trotz niedriger Preise erfolgt sei. Denn die normalen Preise könnte man derzeit ohnedies nicht durchsetzen, so Mayrhofer.

 

apa

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