Verlustgeschäft bei Manner

Süßwarenhersteller mit höheren Kosten belastet

Manner-Chef Andreas Kutil wollte noch keinen Kommentar zu einer Preiserhöhung geben

Das erste Halbjahr schaut schlecht für den Wiener Süßwarenhersteller Manner aus. Ein Verlust von vier Millionen Euro hat das Unternehmen zu verzeichnen. Das Minus ist zurückzuführen auf Einmaleffekte, Kostensteigerungen und ein negativer Länder/Kunden-Mix. Dieses hatte heuer das Unternehmen belastet, wie Manner am Dienstag mitteilte. Dabei stieg der Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,9 Prozent auf 106,9 Millionen Euro. Davon entfielen 70,2 Millionen Euro auf den Export und 36,4 Millionen Euro auf das Österreich- Geschäft sowie 374.000 Euro auf sonstige Umsatzerlöse.

Gestiegene Rohstoffpreise

Manner hatte im ersten Halbjahr höhere Ausgaben. Grund dafür waren die gestiegenen Rohstoffpreise unter anderem für Fett, Mehl und Zucker sowie die höheren Energiekosten. Dazu kamen erhöhte Werbekosten, Abschlagszahlungen im Zusammenhang mit Schadensfällen und gesteigerte Transportkosten durch einen gestiegenen Exportanteil. Man erwarte „nach derzeitigem Informationsstand auch das Wirtschaftsjahr 2021 eindeutig positiv abschließen zu können“, so Manner-Aufsichtsratschef Ernst Burger im Halbjahresbericht. Um sich in Sachen Haselnuss- Rohstoffversorgung unabhängiger vom Lieferanten zu machen, hat Manner im Jahr 2019 Anbauflächen in Aserbaidschan gekauft. So könne man ein Viertel bis ein Drittel des Manner- Haselnussbedarfs decken. Die erste Ernte wird im Jahr 2024 erwartet.

Frage nach Preisänderung

Der Manner-Chef Andreas Kutil wollte nicht kommentieren, ob und wann die Preise für Mannerschnitten und Co. wegen der gestiegenen Kosten erhöht werden. „Preiserhöhungen besprechen wir mit dem Handel“, so der Firmenchef zur APA. Auch die Corona- Pandemie belastet weiterhin teilweise das Geschäft des Wiener Süßwarenherstellers. So liegt der Umsatz der Manner- Shops aufgrund fehlender Touristen nach wie vor hinter den Erlöszahlen vor der Coronakrise. Konkrete Umsatzzahlen zu den firmeneigenen Shops nannte Kutil nicht. Darüber hinaus wird das Sortiment von Manner auf Fairtrade- Kakao umgestellt und bis Ende des Jahres sollen alle Produkte der Marke das Gütesiegel führen. Auch hat sich der Personalstand inklusive Niederlassung in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent erhöht. Dabei sei die Besetzung von offenen Stellen „aktuell mehr als herausfordernd und nur schwer und teilweise gar nicht möglich“, so der Firmenchef. Daher will Manner künftig in die Ausbildung eigener Lehrlinge investieren.

APA/ Red.

 

 

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