Sicherheitskonzept „Winterkodex“

Vorarlberg setzt bei Tourismus auf Sicherheit
© Pixabay

Mithilfe eines Sicherheitskonzepts hofft man den Tourismus in Vorarlberg retten zu können

Vorarlbergs Tourismus hat sich hohe Ziele gesteckt und will wie bereits in der vergangenen Saison mit dem Thema Sicherheit punkten. Daher startet auch dieses Jahr die Wintersaison auf Basis des aktualisierten „Winterkodex“. Dies ist ein landesweit gültiges Sicherheitskonzept, welches sowohl für Gäste als auch für Unternehmen und Beschäftigte gilt. Auch in Sachen Buchungen hoffte man, den für die Weihnachtswoche erfolgten Einbruch noch einigermaßen auffangen zu können.

Altbewährtes Konzept

Der sogenannte „Winterkodex“ wurde bereits für die vergangene Wintersaison 2020/21 erarbeitet. Diese entfiel aber Großteils aufgrund der anherrschenden Corona-Pandemie. Wie der Landesrat Christian Gantner betonte, sei das Konzept seit dem Sommer laufend weiterentwickelt worden. Dabei bilden die Grundlagen einerseits die bundesgesetzlichen Vorgaben und andererseits eine Selbstverpflichtung der Branche. Würde nur in einziger Betrieb ausscheren, „so betrifft uns das alle“, sagte Markus Kegele, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Vorarlberger Wirtschaftskammer.

Teil des „Winterkodex“ ist eine digitale Informationsplattform sowohl für die Betriebe als auch für die Gäste. Zudem umfasst er ein landesweites digitales Contact-Tracing-Tool für Betriebe, dass bereits von 1.130 Unternehmen genutzt wird. Außerdem gibt es ein kostenloses Impfangebot für Mitarbeitende, das auch für ausländische Saisonkräfte gilt.  „Wir orientieren uns konsequent am Weg des Gastes“, betonte Gantner. Wichtig sei auch eine entsprechende Kontrolle der Maßnahmen. „Sicherer als in Vorarlberg kann ein Gast den Urlaub nicht verbringen“, erklärt zudem Kegele. 

Stornierungen und Lockdown

Wie sehr der dreiwöchige Lockdown der Branche geschadet hat, konnte Kegele vorerst nicht beziffern. Aufgrund des Lockdowns gab es viele Stornierungen. Allerdings werden nun viele Buchungen getätigt. „Ob wir aufholen können, was wir verloren haben, wissen wir nicht“, so der Spartenobmann. Er gehe jedenfalls davon aus, dass die Saison bis Mitte April dauern werde. „Wir haben eine riesengroße Verantwortung für Gäste, Mitarbeitende und Lieferanten“, stellte Kegele fest.

Auch sei ein „guter Andrang“ bei den Skiliften, laut Andreas Gapp, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer. Bei den Kassen müsse man sich außerdem aufgrund der 2G-Kontrollen auf längere Wartezeiten einstellen müssen. Christian Schützinge, Vorarlbergs Tourismus-Direktor, spricht von einer enorm großen nachfrage nach Winterurlaub. Allerdings werden die Buchungen von den Interessenten erst getätigt, wenn die Rahmenbedingungen klar seien.

APA/ Red.

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