Skip to content. | Skip to navigation

 

Vergrämungsmaßnahmen in Niederösterreich

 

Lang galt in Österreich der Wolf als vom Aussterben bedrohte Tierart. In den letzten Jahren sind jedoch vermehrt von Tschechien aus Wölfe nach Österreich gekommen. Im Waldviertel geht man derzeit von fünfzehn heimischen Wölfen aus. Da diese in den letzten Wochen insgesamt 31 Schafe trotz Umzäunung gerissen haben, will man bei Ihnen jetzt „einen Lernprozess einleiten“, wie es Walter Arnold vom Institut für Wildtierkunde und Ökologie der VetMed Wien ausdrückt. Dazu werden in den drei betroffenen Gemeinden Langschlag, Groß Pertholz und St. Martin (bei Gmünd) das Verwenden von Schreckschusspistolen und auch das gezielte Schießen mit Gummigeschoßen erlaubt.

Laut Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf steht die Sicherheit der Menschen an erster Stelle. Die Maßnahmen sind seiner Meinung nach im Einklang mit dem Wolfsmanagementplan aus dem Jahr 2012.

Besonders die in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung befürchtet negative Auswirkungen durch das Heimisch-Werden der Wölfe. In der Region könnten auch aus Angst vor diesen Wildtieren die Touristen ausbleiben. Der WWF kritisiert hingegen die vorgestellte Reaktion der Niederösterreichischen Landesregierung.

Bildcredit: Pixabay