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Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger präsentierte in Salzburg den „Plan T – Masterplan für Tourismus“.

Neuer Masterplan für den Tourismus

Mit dem „Plan T“ soll Österreich als Reiseziel auf dem weltweiten Markt nachhaltig abgesichert werden.

Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger stellte am 21. März in Salzburg die neue Tourismusstrategie des Bundes, den „Plan T“, vor. Der neue Masterplan für den Tourismus ist als Leitbild für die gesamte Branche zu sehen. Und hat ein klares Ziel: Die Position Österreichs als eine der weltweit führenden Tourismusdestinationen zu halten und weiter auszubauen. Im Zentrum des Strategiepapiers steht die Weiterentwicklung des Wirtschaftszweigs für Gäste und zum Wohl der Einheimischen. Gefördert werden sollen vor allem kleinere Betriebe im Land. So sollen Auflagen und Bürokratie für die traditionell eher „Kleinen“ reduziert werden. Der gemeinsam mit den Bundesländern und der Wirtschaftskammer erarbeitete Masterplan wird außerdem mit einem jährlichen Aktionsplan ergänzt. Für das Jahr 2019/2020 ist eine strategische Neuausrichtung der Österreich Werbung vorgesehen. Zusätzlich will Köstinger einen „Sharing-Economy-Gipfel“ einberufen. Sie strebt eine vorzeitige Umsetzung der E-Commerce-Richtlinie an. Damit Plattformen wie Airbnb Daten der Vermieter preisgeben. „Ich möchte diesen Schritt so gut wie möglich mit den Bundesländern koordinieren, um keinen Fleckerlteppich an Lösungen zu bekommen“, so die Tourismusministerin. Durch den „Plan T“ wird auch eine stärkere Vernetzung von Tourismus und Landwirtschaft angestrebt. Und auch die Attraktivität von Arbeit in der Branche soll mit dem neuen Konzept erhöht werden. WKÖ-Tourismus Obfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher forderte bei der Präsentation des "Plan T", die Rot-Weiß-Rot-Card tourismustauglicher zu machen: „Der Zugang ist zu schwer. Trotz guter Qualifikation bekommen wir die Leute nicht her." Generell müssen die Leistungen und Vorzüge des Tourismus stärker sichtbar gemacht werden, sagte die WKÖ-Tourismus Obfrau.

Der "Plan T" will in Zukunft touristischen Erfolg nicht mehr nur in Nächtigungszahlen und Ankünften messen. "Das ist viel zu eindimensional und sagt nichts darüber aus, wie es dem Tourismus wirklich geht", erklärte Köstinger. Darum sollen ab sofort auf einem sogenannten Tourismus-Satellitenkonto Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte errechnet werden, die, gemeinsam mit eine Reihe anderer Indikatoren, für die Messung herangezogen werden.

MH

Bildcredit: BMNT/ Paul Gruber