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Tourismus am stärksten betroffen

 

Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) warnt vor der Belastung für die Tourismusbetriebe durch mögliche Folgen der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Karfreitag.

Aktuell nur Angehörigen der evangelischen Kirchen sowie dreier weiterer Glaubensgemeinschaften einen bezahlten Feiertag zu gewähren, stelle eine Diskriminierung dar. „Ein zusätzlicher Feiertag würde für die Betriebe an diesem Tag zu einer Verdoppelung der Arbeitskosten führen“, so Petra Nocker-Schwarzenbacher.

Das Urteil treffe den Tourismus am härtesten. Schon jetzt seien die Lohnkosten, mit durchschnittlich 38 bis 42 Prozent der Gesamtkosten, der größte Kostenfaktor in den Unternehmen. „Da sind beispielweise die Mitarbeiterunterkünfte oder Weiter- und Ausbildungen noch gar nicht miteingerechnet“, so Nocker-Schwarzenbacher und ergänzt: „So eine Mehrbelastung würde zunehmend Schließzeit und für viele Betriebe letztendlich Sperrzeit bedeuten.“

Derzeit gibt es in Österreich 13 gesetzlich verankerte Feiertage, damit liegt man im europäischen Spitzenfeld. „Ein 14. Feiertag ist für uns auf keinen Fall vertretbar. Das mögliche zusätzliche Feiertagsgeschäft könnte aus betriebswirtschaftlicher Sicht die zusätzlichen Kosten für die Mitarbeiter nicht annähernd kompensieren“, so Nocker-Schwarzenbacher. Abschließend hofft die WKÖ-Obfrau auf positive Verhandlungen und begrüßt die konstruktive Haltung der Glaubensgemeinschaften in dieser Angelegenheit.

MH

Bildcredit: Wirtschaftskammer Österreich