Skip to content. | Skip to navigation

Alpenverein fordert Planungs-Sicherheit

Im Fokus steht die gesetzliche Verankerung der Förderung zum Erhalt der Hütten und Wege.

Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) fordert mehr Unterstützung für die alpine Infrastruktur. Dabei geht es um eine dauerhafte gesetzliche Verankerung der Bundesförderung zum Erhalt der Hütten und Wege.

ÖAV-Präsident Andreas Ermacora sagte diesbezüglich im Gespräch mit der APA: „Es ist traurig, dass die alpinen Vereine nach wie vor Bittsteller sind und immer wieder aufs Neue der Politik nachlaufen müssen, um Förderungen zu bekommen, die der Allgemeinheit dienen".

3,6 Millionen Euro an Bundessubventionen pro Jahr für alle alpinen Vereine seien im Jahr 2013 paktiert worden - für einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Jahr 2017 wurden 2,6 Millionen pro Jahr plus eine Sonderförderung für hochalpine Hütten ausverhandelt. Laut Ermacora laufe diese Vereinbarung im Jahr 2021 aus.

„Es braucht endlich eine gesetzliche Regelung, in der ein fixer jährlicher Betrag auf Dauer valorisiert, wertgesichert, fixiert wird", so der Alpenvereins-Präsident. Weniger als 3,6 Millionen Euro pro Jahr dürfte es auch dann auf keinen Fall sein, denn sonst wäre die Erhaltung der vielen Hütten und Wege – und damit die alpine Infrastruktur – in Gefahr. Ermacora sagte dazu: „Das wanderbare Österreich würde ohne die alpinen Vereine, die sich um das Wegenetz kümmern, nur mehr im Tal stattfinden". Auch der Tourismus würde nachhaltigen Schaden erleiden.

26.000 Kilometer an alpinen Bergwegen erhalte der Alpenverein in Österreich für die Allgemeinheit, durch ehrenamtliche Helfer und Funktionäre. Wege und Hütten bedingen einander, breche das eine weg, sei auch das andere betroffen. "Ein Drittel unseres jährlichen Budgets von rund 42 Millionen Euro wenden wir für die Erhaltung der alpinen Infrastruktur auf", erklärte Ermacora.

Im Zentrum des darüber hinausgehenden Forderungskatalogs des Alpenvereins an die Politik stehe ein „umfassender Alpenschutz", wie der Präsident ausführte. Hier brauche es einen Mix aus europäischen und nationalen Maßnahmen. Ermacora sprach sich unter anderem für eine europaweite Transitpolitik sowie eine konsequentere Linie hinsichtlich des sorgsamen Umgangs mit der Ressource Wasser aus. Und er forderte von der nächsten Bundesregierung, eine Richtlinie auf den Weg zu bringen, wonach im alpinen Raum keine Windkraftanlagen errichtet werden dürfen. "Diese stehen in keinem Nutzenverhältnis zu dem, was sie kaputt machen", so Ermacora. Die schöne Landschaft würde durch solche Anlagen "nachhaltig beeinträchtigt". Zudem kündigte der Tiroler an, dass er bei der Hauptversammlung des Alpenvereins im Herbst in Schladming noch einmal antreten werde.

APA/Red/MH

Bildcredit: Pixabay