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ÖBB testet Öko-Zug.

 

Der von der Firma Siemens mit einem Akku bestückte Cityjet-Zug der ÖBB ist der erste Prototyp des Öko-Zugs. 

Mit akkubetriebenen Zügen könnten die über 1000 Schienenkilometer, die in Österreich noch nicht elektrifiziert sind, ohne der Verbrennung von Diesel funktionieren. In Nieder- und Oberösterreich, der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland werden immer noch Lokomotiven mit fossilem Brennstoff eingesetzt. Vorarlberg und Tirol sind bereits vollständig elektrifiziert.

Der Cityjet wurde mit einem 14-Tonnen-Akku von Siemens versehen. Trotz des zusätzlichen Gewichts konnte die Last auf der Achse niedrig genug gehalten werden, um auch auf den schwächsten Gleisen in Österreich fahren zu können. 

Mit relativ wenig Aufwand könnte man die CityJets umrüsten. So könnte man auch über die Grenzen Österreichs hinaus den Verkehr auf nicht elektrifizierten Strecken weiterführen. 

Die ÖBB meint außerdem, dass dieses Projekt das Potenzial hätte, die Treibhausemissionen im Bahnverkehr massiv zu reduzieren. 

Die Akkus können außerdem während der Fahrt an den Oberleitungen geladen werden, um dann auf nicht elektrifizierten Strecken auf Akkustrom zu wechseln. Im Akkubetrieb hat der Zug 1750 PS, dass ist halb so viel wie im Netzmodus. Trotz allem erreicht er die Spitzengeschwindigkeit von 140km/h.

Die Reichweite im Akkubetrieb beträgt 80 Kilometer. Was für etwa 80% der Dieselstrecken Österreichs ausreichen würde. An Schnittstellenbahnhöfen kann der Zug in nur 10 Minuten aufgeladen werden. Die Lebensdauer des Akkus wird auf 15 Jahre geschätzt. Die Batterien des Zuges können zu 80% recycelt werden. Die Kosten pro Akku liegen bei 1,5 bis zwei Millionen Euro.

Bis ins Frühjahr will die ÖBB mit dem Prototypen technische Tests durchführen. Ab dem späten Frühjahr 2019 sollen dann die ersten Testfahrten mit Passagieren stattfinden. 

 

Bildcredit: ÖBB – Roman Boensch