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Bei Nichterreichbarkeit keine Entgelt- oder Stornopflicht

 

Der Verein für Konsumentenschutz (VKI) macht angesichts der großen Schneemassen in Teilen Österreichs deutlich, dass ein Urlaubsgast, der sein gebuchtes Feriendomizil nicht erreichen kann (auch nicht auf Umwegen), zu keiner Entgeltfortzahlung oder zur Bezahlung von Stornogebühren verpflichtet ist. Er muss jedoch zahlen, wenn er auf anderen Ausweichrouten zum Urlaubsort gelangen kann. Dazu rät Beate Gelbmann vom VKI: „Urlauberinnen und Urlauber sollten den Umstand der Nichterreichbarkeit – im Hinblick auf allfällige gerichtliche Auseinandersetzungen – gut dokumentieren.“

Entspannt sich die Wettersituation während der vereinbarten Leistungszeit, will aber der Urlauber nicht mehr anreisen, dann wird der Vertrag unter Heranziehung der Grundsätze der Teilunmöglichkeit dann zur Gänze aufgelöst, wenn die verbleibende Urlaubszeit den angestrebten Erholungszweck nicht mehr erfüllen kann. In diesem Fall entfällt laut VKI auch die Entgeltpflicht des Gastes für die restlichen Urlaubstage.

Wenn ein Tourist jedoch auf Grund der winterlichen Fahrverhältnisse die Unterkunft nicht zum vereinbarten Zeitpunkt verlassen kann, muss er allerdings trotzdem den Nächtigungsbetrag entrichten.

TL

Bildcredit: Pixabay