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© Hogast/Neumayr/LEO

Lösungen für mehr Personal in der Hotellerie

Genossenschaft ergreift Maßnahmen, um das Image der Branche zu korrigieren.

Der Personalmangel ist eines der dringlichsten Probleme für die österreichische Hotellerie und Gastronomie. Weil tausende Stellen unbesetzt bleiben, hat die Einkaufsgenossenschaft HOGAST, in der rund 3.000 Tourismusbetriebe vereint sind, ihren Maßnahmenkatalog aufgestockt. Sie will unter anderem mit einer Lehrlingsoffensive und einem neuen Arbeitgeber-Award mehr Personal gewinnen.

Schüler sind gefragt
Die für zwei Jahre geplante „Lehrlingsoffensive“ startete Anfang 2019. Bei der Gestaltung der Kampagne arbeitete die HOGAST eng mit Mitgliedern aus ganz Österreich zusammen, die Kosten übernimmt zur Gänze die Genossenschaft. Mit verschiedenen Informationsmaßnahmen will man Chancen und Perspektiven im Tourismus in den Vordergrund rücken. Erreicht werden sollen vor allem Schüler sowie deren Eltern und Lehrer.

Gastronomen lernen dazu
Eine zweite Maßnahme ist der kürzlich ins Leben gerufene HOGASTJOB-Arbeitgeber-Award. Das Zertifikat bescheinigt dem Betrieb, ein guter Arbeitgeber zu sein. Die Entscheidung trifft ein unabhängiges Institut, das alle Mitarbeiter befragt und nachher auch Lösungsansätze anbietet.

Nadine Luz / © HOGAST/Neumayr/LEO

Nadine Luz, Bereichsleiterin für Personaldienstleistungen in der Hogast: „Diese Befragung ist doppelt nützlich. Zum einen wächst die emotionale Bindung an ein Unternehmen, wenn sich die Mitarbeiter eingebunden fühlen. Zum anderen erkennen teilnehmende Hoteliers und Gastronomen, wie das Personal die Arbeit bei ihnen empfindet. Das ist die Basis, um den eigenen Betrieb zu einem noch besseren Arbeitsplatz zu machen“, erklärt Luz.

Image der Branche
Das Arbeiten in der Gastronomie hat mit Vorurteilen und einem allgemein schlechten Image zu kämpfen. Hogast-Vorständin Barbara Schenk setzt daher große Hoffnungen in den Personalschwerpunkt ihres Unternehmens. „Niemand kann touristische Fachkräfte einfach aus dem Hut zaubern, auch wir nicht. Was wir aber können und tun: Wir ergreifen Maßnahmen, um das Image der Branche zu korrigieren. Und wir geben unseren Mitgliedern Instrumente in die Hand, um Mitarbeiter zu finden und – mindestens genauso wichtig – zu binden.“

 

PA/red/kr

Bildcredit: HOGAST/Neumayr/LEO