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Das Bundesland Tirol führt Meldepflicht für Buchungsplattform ein

 

Spätestens im Juni könnte die Gesetzesreform zur Regelung der von Airbnb angebotenen Unterkünfte im Landtag beschlossen werden. Die Sharing-Economy-Buchungsplattform sorgt schon seit Monaten für Diskussionen in der Politik und der Hotelbranche. Die Vermietung von Unterkünften erfolgt vielfach am Staat und den Abgabenbehörden vorbei. Damit soll jetzt Schluss sein, kündigt Tourismusreferent und Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) an. Noch im Frühjahr wird das Land eine gesetzliche Registrierungspflicht einführen. Immer mehr Immobilieninvestoren entwickeln aus der Nachfrage an Nächtigungsmöglichkeiten einen eigenen Geschäftszweig. So werden auch Leerstandswohnungen, die eigentlich für den Wohnungsmarkt gedacht wären, angeboten. In Innsbruck sind rund 1200 bis 1500 Wohnungen über Airbnb verfügbar. „Dieses Phänomen ist mittlerweile nicht nur in vielen europäischen Großstädten akut, sondern hat sich auch in Tirol in den letzten Jahren zunehmend verschärft. Um dieser negativen Entwicklung entgegenzutreten, werden wir nun im Land Tirol konkrete Schritte setzen“, sagt Platter. Zuletzt forderte der Obmann der Hotellerie in der Wirtschaftskammer, Mario Gerber, eine bundesweite Lösung, bei einem Scheitern aller Regelungsversuche kann er sich letztlich sogar ein Verbot von Airbnb vorstellen. Der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi forciert eine zeitlich und örtlich beschränkte Vermietung. Konkret sieht die Tiroler Lösung wie folgt aus: Alle Formen der Beherbergung zu touristischen Zwecken müssen bei der Gemeinde gemeldet und mittels Plakette im Eingangsbereich der Unterkünfte optisch sichtbar gemacht werden. Die Maßnahme soll alle touristischen Betriebe betreffen: Hotellerie, Campingplätze, Urlaub am Bauernhof, Ferienwohnungen und eben auch privaten Wohnraum. Bei Nichtvorliegen der Registrierung soll das Beherbergen von touristischen Nächtigungsgästen sanktioniert werden.

DK

Bildcredit: Pixabay