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Die Buchungsplattform steht in der Kritik

 

Die Stadt Wien fordert von der Buchungsplattform die Offenlegung der Vermieterdaten. AirBNB lehnt die Forderung mit der Begründung des Datenschutzes ab. Das sei mit den Vorgaben des österreichischen und europäischen Rechts nicht vereinbar. Angeboten wird die Ortsaxe einzuziehen und weiterzugeben. Dabei handelt es sich um eine Form der Tourismusabgabe und wird je Person und entgeltlicher Übernachtung in einem Gebiet erhoben. Als Antwort droht Wien mit einem Verfahren. „Wir würden die Ortstaxe gerne so rasch wie möglich auch für die Stadt Wien über die Airbnb-Plattform einziehen, denn die Erfahrung in zahlreichen anderen Städten zeigt, dass eine automatisierte, digitale Lösung sehr gut funktioniert“, versicherte Alexander Schwarz, Geschäftsführer von Airbnb Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Das Wiener Rathaus akzeptiert diese Lösung nicht. Zuständig ist der Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke von der SPÖ. Verweigert Airbnb die Lieferung der Daten wird ein Verwaltungsverfahren eingeleitet. Dabei wird zunächst ermittelt um wie viele Datensätze es sich handelt. Im Raum steht eine Strafe von rund 245.000 Euro. Kritik an der Argumentation von Airbnb kommt auch von der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). „Datenschutz ist ein hochemotionales Thema. Das Verstecken von Einkünften vor der Finanz aber auch“, sagt ÖHV Präsidentin Michaela Reitterer. Weltweit hat die Plattform eine Milliarde US-Dollar für Kommunen eingehoben. „Viel interessanter wäre, wie viele Milliarden Dollar an Steuern und Taxen der öffentlichen Hand vorenthalten werden. Die Gemeindeabgaben sind ja nur ein klitzekleiner Teil davon“, so Reitterer weiter.

DK

 

 

Bildcredit: Pixabay