Skip to content. | Skip to navigation

Zuwachs an österreichischen Brauereien

Auch der gesamte Bierausstoß ist 2018 gestiegen.

Die heimischen Brauereien wachsen langsam, aber stetig. Der Gesamtausstoß der heimischen Brauereien hat sich 2018 um 1,5 Prozent auf 9,8 Millionen Hektoliter erhöht. „Wir haben ein erfolgreiches Braujahr hinter uns", sagte Brauereiverbandsobmann Sigi Menz am Dienstag dem 5.März in Wien.

Die heimischen Bierexporte legten 2018 um 11,2 Prozent oder gut 127.000 Hektoliter zu. Im Inland wurde mit rund 8,6 Millionen Hektoliter ein kleines Plus von 0,2 Prozent bzw. knapp 20.000 Hektoliter verzeichnet. Die Zahl der Brauereien stieg von 272 auf nun 298. Der Verband veröffentlicht nur Mengenangaben, aber keine detaillierten Umsatzzahlen, hieß es auf Nachfrage. Der Gesamtumsatz der Branche wird mit rund 1,4 Milliarden Euro beziffert.

„Österreichs Brauereien erweisen sich damit einmal mehr als stabiler, nachhaltiger Wirtschafts- und Wertschöpfungsfaktor. Wir wachsen langsam, aber kontinuierlich", sagte Menz vor Journalisten. Traditionell ist das Märzenbier (Lagerbier) mit einem Marktanteil von fast zwei Dritteln das beliebteste Bier in Österreich.

Die Einschätzung von Menz zur heurigen und künftigen Entwicklung von österreichischem Bier fällt positiv aus. Es dürfe nur nicht zu überbordenden Vorschriften bezüglich Kennzeichnungen auf den Etiketten kommen - der Verband ist gegen den Plan der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung für eine nationale Herkunftskennzeichnung - und eine Steuersenkung wäre angebracht.

„Wir zahlen im Schnitt 24 Euro je Hektoliter. In Deutschland sind es knapp 10 Euro und in Tschechien knapp 14 Euro", sagte Menz. Die verpflichtende nationale Herkunftskennzeichnung bedeute Zwangsangaben und ein Goldplating, gegen das sich die Regierung eigentlich ausspreche. Die jährliche Steuerleistung der Brauereien gibt deren Verband mit rund 300 Millionen Euro an. Die Steuern auf Bier insgesamt brächten dem Staatshaushalt rund 700 Millionen Euro jährlich.

APA/Red

Bildcredit: Pixabay