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Gastronom Gerold Ecker ist unter anderem Besitzer des „Badeschiffs“

 

Verhandlungen über die Ausschreibung der Gastroflächen hat begonnen

 

Die Neuausschreibungen für sechs Gastroflächen zwischen Franzens- und Augartenbrücke am Wiener Donaukanal lassen seit Monaten die Gemüter hochkochen. Gastronom Gerold Ecker („Badeschiff“, „Adria“) ist einer der betroffenen Unternehmer. Er hat als Erster mit der gastronomischen Belebung des Donaukanals begonnen und muss jetzt für seinen Pioniergeist büßen.

Als ein Rechnungshofbericht die Vergabepraxis am Donaukanal kritisierte, reagierte die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) mit einer Neuausschreibung. Die bestehenden Pachtverträge sollen im Oktober auslaufen. Ecker beteiligte sich an dieser Ausschreibung nicht, sondern klagte. Er sieht die Neuausschreibung als „kalte Enteignung“. In der Branchenzeitschrift ÖGZ kritisiert Ecker die Neuaufteilung der Flächen: „Es wurden Flächen ausgeschrieben, für die wir unbefristete Bestandsverhältnisse haben.“ Das „Adria“ könne er etwa in gewohnter Form nicht mehr weiterführen.

Zudem stößt sich Ecker am Umgang der zuständigen Behörde, der „Donauhochwasserschutz-Konkurrenz“ (DHK), die sich zu je einem Drittel im Besitz von Bund, Stadt Wien und Land Niederösterreich befindet, mit den bestehenden Pächtern. „Wir haben am Donaukanal investiert, sind Risiken eingegangen – zu einer Zeit, als man dafür noch bestenfalls belächelt wurde“, ärgert sich Ecker. Zuvor waren ihm nämlich mehrfach Verlängerungen befristeter Verträge zugesichert worden. Diese Hoffnung hat er bereits aufgegeben. Er versucht nun sein Recht vor Gericht durchzusetzen.

Bildcredit: Wikimedia