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Unternehmen arbeiten nicht immer gesetzeskonform

 

Seit April 2017 müssen gemäß der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) sämtliche Registrierkassen in ganz Österreich manipulationssicher sein. Gemäß einer parlamentarischen Anfrage vom 27. Juni 2018 wurden jedoch bei 25.223 überprüften Unternehmen, die Belegerteilungspflicht hätten, 2.327 Verstöße festgestellt. Eigentlich sollten bereits alle in Österreich im Umlauf sich befindenden Geräte per 1. April 2017 bei FinanzOnline gemeldet sein. Tatsächlich sind mit Anfang September 2018 etwa 247.000 Kassen (von ungefähr 158.000 Unternehmen) registriert. Nach Angaben des Bundesministeriums für Finanzen gibt es aber etwa 180.000 Betriebe, die unter die RKSV fallen, darunter auch viele im Hotel- und Gastgewerbebereich. Es sind also ungefähr zehn Prozent noch nicht gesetzeskonform unterwegs. Gerade in der Gastronomie werden immer wieder handgeschriebene Belege ausgestellt.

Die Finanzaufsicht hat laut der Presseaussendung jetzt für die kommende Winterzeit verstärkte Kontrollen versprochen. Denn getrickst wird vor allem beim Kassieren, wenn nur eine Zwischenabrechnung ausgedruckt wird. Wenn der Kunde den Beleg nicht mitnimmt, kann der Vorgang bei vielen Systemen nämlich leicht rückgängig gemacht werden. Das können auch die Manipulationseinrichtungen der RKSV nicht verhindern. Sie fallen nur bei anonymen Testkäufen auf. Andere Manipulationen wie die „Verkürzung“, bei der „normal“ kassiert und am Tagesende die Umsätze neu ermittelt werden (beispielsweise wenn aus drei Gläsern Bier eines gemacht wird), sollten dank RKSV nicht mehr vorkommen. Allerdings gibt es laut Presseinformation immer noch unerklärbare Fehler in den Datenerfassungsprotokollen. Hier sind auch die Kassenhersteller bezüglich Programmierfehler noch gefordert.

Bildcredit: Pixabay