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August Gresser gründete das Gütesiegel Slow Brewing 2011

 

Mögliche Patente auf Braugerste

 

in wenigen Tagen entscheidet das EU-Patentamt in München, ob ein aus einer speziell gezüchteten Braugerste gebrautes Bier eine Erfindung ist oder nicht. Egal, wie dieser Rechtsstreit ausgeht, er lenkt das Augenmerk auf die zwei wichtigsten Qualitätsmerkmale: Was ist eigentlich drin in unserem Bier und wie wird Bier hergestellt? 

Der Gründer von Slow Brewing und promovierte Brautechniker Dr. August Gresser weiß, dass die großen Industriebrauereien massentaugliche Biere zu möglichst geringen Kosten produzieren. Als Slow Brewer möchte er allerdings lieber eine Diskussion darüber führen, wie der industrielle Einheitsgeschmack das Bier zum billigen Rauschmittel degradiert und was Bierqualität eigentlich ausmacht. „Beim Wein und beim Brot findet diese Diskussion auch statt und sie interessiert die Konsumenten nachweislich. Es kann ihnen daher auch nicht gleichgütig sein, wie Bier produziert wird“, argumentiert Gresser.

Slow Brewing ist als Gegenbegriff zu industriellem Fast Brewing positioniert. Der Brauvorgang braucht eben seine Zeit und das gebraute Bier sollte ausreichend reifen, bevor es in Flaschen oder Fässer gefüllt wird. Wer diese Vorgänge mit modernsten Techniken beschleunigt, um Kosten zu sparen, nimmt dafür Abstriche in der Qualität in Kauf.

Ein zweiter wesentlicher Faktor beim „langsamen Brauen“ sind für Gresser der Einkauf von Rohstoffen: „Auch hier lässt sich das Qualitätsdenken eines Brauers, einer Brauerei am besten ablesen." Als härtestes Gütesiegel der Bierbranche legt Slow Brewing die Qualitätslatte beim Einkauf der Rohstoffe für seine Mitgliedsbetriebe extrem hoch. 

Das Gütesiegel Slow Brewing wurde 2011 von August Gresser gegründet. Derzeit unterziehen sich 26 Brauereien in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz der strengen Überprüfung ihrer Biere und ihrer Braustätten.

Bildcredit: Neumayr