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Koch Amador gegen Food-Fotos im Internet

Bilder von Speisen allein vermitteln noch kein Erlebnis eines Restaurantbesuchs.

Der Koch und Unternehmer Juan Amador des gleichnamigen Wiener Restaurants will Food-Fotos auf der Restaurant-Website durch Stimmungsfotos und Live-Übertragungen aus der Küche ersetzen. „Denn“, so Amador, „sagt ein Food-Foto über das eigentliche Erlebnis eines Restaurantbesuches überhaupt nichts aus. Da geht es um Emotionen auf ganz anderen Ebenen: Geschmack, Ambiente, zwischenmenschliche Beziehungen. Diese müssen wir auch in der Kommunikation wieder in den Vordergrund stellen.“ Dazu hat er bereits für eine Fotoserie den österreichischen Sportfotografen Markus Oberländer engagiert. Amador meint dazu: „Im Sport geht es darum, Emotionen festzuhalten. Und genau das wollen wir hier auch.“

Amador will im Laufe des Jahres zusätzlich zu der erwähnten Fotoserie Videos und Liveübertragungen aus der Küche bringen, damit der künftige Gast einen möglichst umfangreichen Gesamteindruck von dem Restaurant erhält. Für deren Umsetzung konnte er den Grazer Kameramann Philipp Lihotzky gewinnen.

Amador, eigentlich Juan de la Cruz Amador Perez, wuchs in Deutschland auf. Er arbeitete als Küchenchef bereits weltweit. Bekannt ist er vor allem für seine Molekularküche. Das Lokal im 19. Wiener Gemeindebezirk betreibt er seit 2016. Es wurde 2017 mit zwei Michelin-Sternen und 18 Gault&Millau-Punkten ausgezeichnet.

Bildcredit: Pixabay