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©Wörthersee Tourismus/ Tine Steinthaler

Genussfestival am Wörthersee in Kärnten

Das „See Ess Spiele"-Event beflügelt mit renommierten Küchenchefs den Tourismus.

„Über 20 Hauben, über 30 Falstaff-Gabeln“ - so bewirbt Roland Sint, Chef des Wörthersee Tourismus, das Genussfestival „See Ess Spiele“. Vom 26. April bis 5. Mai 2019 geht das Kulinarik-Event heuer zum dritten Mal über die Bühne. Einige der insgesamt 37 Termine sind bereits ausgebucht. Sint ist es wichtig zu betonen, dass das Festival jene Qualität „ins Schaufenster stellt“, die ganzjährig geboten wird.

Hiesige Küchenchefs und Gastköche, darunter Österreichs erster Drei-Sterne-Koch Juan Amador, warten mit Inszenierungen rund um Kärntens berühmtestes Gewässer auf. Die Schauplätze sind vielfältig: Vom Badehaus des Hotel Werzer's in Pörtschach, über ein eigens mit einer Küche ausgestattetes, historisches Dampfschiff, auf dem Alfons Schuhbeck mit Schlosshotel-Chefkoch Thomas Gruber aufkochen wird, bis zum Picknick am Wasser, haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen. Kärntens Top-Koch Hubert Wallner (Bad Saag) wird unter anderem einen Kochkurs anbieten.

Wörthersee Tourismus im Umbruch

Die Zahl der Ankünfte stieg seit 1975 von 260.000 auf rund 400.000 (2016), im gleichen Zeitraum nahm die durchschnittliche Verweildauer kontinuierlich ab und sank von rund zehn Tagen auf 3,8. Die Nächtigungen halbierten sich beinahe von 2,9 auf 1,5 Millionen, waren aber zuletzt wieder steigend. „Bei den Betrieben gibt es derzeit eine Marktbereinigung“, erklärte Sint bei der Programmpräsentation auf Nachfrage. Besonders Privatvermieter haben in den vergangenen Jahren aufgehört. Seit 2005 sank die Anzahl der gewerblichen Vermieter von 460 auf 272 (2016), von 428 Privatvermietern waren 2016 noch 179 aktiv. Die Bettenanzahl sank von 26.500 auf 18.500. Dabei war der gehobene Bereich stabil, der Rückgang ging vor allem zulasten des mittleren und unteren Preissegments.

Es besteht Handlungsbedarf

Vor allem neue Betten sind in den nächsten Jahren nötig, meinte Sint. Sonst könnten die Gästezahlen unter eine kritische Menge fallen, ab der sich gastronomische und andere Angebote nicht mehr rechnen. Aktuell ist es eben so, dass sich für Entwickler Appartementblöcke und Eigentumswohnungen rund um den See mehr rechnen als Hotels.

Die „See Ess Spiele“ sollen künftig zur Frequenz beitragen. Im Vorjahr lag die Auslastung der „See Ess Spiele“ bei 90 Prozent. Aktuell gehen allerdings noch 80 Prozent der rund 3.000 Tickets an Einheimische. Auch wenn der „regionale Anker“ erhalten bleiben soll, hofft Sint, das Festival künftig zum Anziehungspunkt für Touristen zu machen.

APA/Red/DK

Bildcredit: Wörthersee Tourismus/ Tine Steinthaler