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Robert Brodnjak startete Experiment

 

Robert Brodnjak pachtete vor etwa acht Jahren Ackerflächen in Großmugl bei Hollabrunn von einer Biobäuerin. In diesem Ort im Weinviertel baut er unter der Bezeichnung „Krautwerk“ verschiedenes Gemüse so an, dass nur 75 cm Abstand zwischen den gesäten Reihen ist. Brodnjak kann dadurch die Felder intensiver in Bioqualität bewirtschaften, freilich ohne Einsatz eines Traktors.

Seine Jungpflanzen und sein Saatgut kauft er vorwiegend in der Arche Noah in Schiltern ein, da sich diese Firma um den Sortenerhalt der Pflanzen besonders bemüht. Derzeit baut Brodnjak dreizehn verschiedene Zeller, zwölf Radieschensorten, zwanzig Kürbissorten und zwölf alte Salatsorten an. Darunter sind auch bereits völlig unbekannte lokale Sorten wie Neusiedler Ideal oder Kagraner Sommer.

Der vorher als IT-Manager tätig gewesene Bauer verkauft seine Waren unter anderem am Wiener Karmelitermarkt. Inzwischen hat sich die Qualität seines Gemüses so herumgesprochen, dass Top-Gastronome wie Heinz Reitbauer vom „Steirereck“, Josef Floh von seinem Restaurant in Langenlebarn oder Harald Pollack vom Retzbacherhof bei ihm einkaufen. Außerdem kooperiert er seit letztem Jahr mit dem Kochcampus von Klaus Buttenhauser. Dies ist eine Vereinigung von 45 engagierten Gastronomen und Köchen, die die österreichische Küche weiterentwickeln wollen.

Bildcredit: Krautwerk.blogspot.com