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Produkte aus der Region sind die Stars

Diskussion über die Küche der Zukunft 

In der Schönbrunner Orangerie fand ein erstes Eckart foodlab mit über 350 Teilnehmern statt.

„Was bedeutet gutes, verantwortungsvoll zubereitetes Essen?“ Über die vielfältigen Aspekte dieser Fragestellung diskutierten Ende Mai in der Schönbrunner Orangerie in Wien hochkarätige Vertreter der Gastronomiebranche in mehreren Panels. Anschließend tauschten die Teilnehmer des ersten Eckart foodlabs ihr Wissen beim Produzenten-Markt mit ausgesuchten Produkten aus ganz Österreich und der Alpenregion aus.

Veranstalter waren Die BMW Group und die Eckart Academy. Sie sind seit 2012 Partner und verleihen gemeinschaftlich den Internationalen Eckart Witzigmann Preis für herausragende Leistungen in der Gastronomieszene und über diese hinaus. Den diesjährigen Eckart haben Mitte Mai Wolfgang Puck und Franck Giovannini gewonnen. Sie diskutierten mit Spitzenkoch Witzigmann über die große Küche der Gegenwart. „Wir brauchen die Avantgarde, um Dinge weiterzubringen“, war das Fazit der hochkarätigen Runde.

Produkte aus der Alpenregion

„Das Produkt ist der Star“ – unter diesem Motto informierten mehrere Workshops über einzigartige Produkte aus der Alpenregion. Ob über die Zitrusvielfalt, die seit Jahrhunderten in der Schönbrunner Orangerie gezüchtet wird, oder 24 Mio. Jahre alte Getreidearten, vielfältige Käsesorten aus dem Alpenraum oder Honigjahrgänge aus den letzten 30 Jahren.  

In der Abschlussdiskussion des Eckart foodlab #1 stellten Protagonisten ihre Ideen vor, wie die Küche der Zukunft aussehen wird. Rainer Nowak, Chefredakteur Die Presse, zog das Fazit: „Die Küche der Zukunft soll pädagogischer, gesünder, regionaler und weiblicher werden.“

Visionen der Sterne-Kulinarik

Einen konkreten Auftrag der gehobenen Gastronomie für die Zukunft sieht Anna Haumer, Spitzenköchin aus Wien: „Die Küche hat eine Erziehungsaufgabe. Kochen mit Kindern ist wichtig, damit sie wissen, wie und aus welchen Zutaten das zubereitet wird, was auf den Tisch kommt.“

Heinz Reitbauer vom Steirereck präsentierte seine Vision der Sterne-Kulinarik: „Es ist wichtig, ein eigenes Profil zu kreieren. Wir wollen Gäste verzaubern und Geschichten erzählen. Wir bestimmen die Kulturlandschaft mit.“   

 

Das Thema Gemeinschaftsverpflegung wurde ebenfalls ausführlich beleuchtet. Große Küchen müssen heutzutage den Spagat zwischen Versorgungspflicht und verantwortungsvoller Ernährung schaffen, so der Tenor der Runde.

PA/red/KaM

Bildcredit: BMW Group