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Das Bootshaus in Traunkirchen

Die neuen Oscars der Gastroszene

The World Restaurant Awards wurden am 18.2.2019 erstmals in Paris vergeben.

In Konkurrenz zu den Michelin-Sternen und zum Ranking „World’s 50 Best Restaurants“ kreierte der in Paris lebende Andrea Petrini gemeinsam mit dem Bestseller-Autor und Journalisten Joe Warwick („Where Chefs Eat“) die neue Auszeichnung „The World Restaurant Awards“. Bei diesen gibt es laut Petrini keinerlei Ranking und somit auch keinen Wettbewerb im herkömmlichen Sinn. Er erklärt weiter: „In erster Linie wollen wir vermeiden, Unvergleichbares zu vergleichen. Und wir wollen die Leute dazu bewegen, anders zu denken. Ihnen also auch solche Restaurants näherbringen, die nicht in den üblichen Fine-Dining-Rahmen passen.“ Der Award wurde in 18 Kategorien von einer Jury, die aus 50 Frauen und 50 Männern besteht, vergeben. Unter den Auszeichnungen befinden sich solche für die beste Spezialität des Hauses, die originellste Küche, die beste Atmosphäre oder das beste Restaurant. Aber auch spaßhafte Ehrenebkundungen werden ausgesprochen: So wurde beispielsweise die französische Küchenlegende Alain Ducasse als Koch des Jahres ohne Tattoo geehrt.

Die Auszeichnung „Restaurant des Jahres“ wurde an das kleine Restaurant „Wolfgat“ vergeben, das in einem Fischerdorf etwa 150 Kilometer von Kapstadt entfernt zu finden ist. Das Lokal des Kochs Kobus Van der Merwe hat Platz für nur 20 Gäste. Geboten werden frische Produkte aus der Region, so zum Beispiel Muscheln, Austern und Seegras. Van der Merwe möchte die verwendeten Lebensmitteln möglichst „pur, roh und unbehandelt“ servieren. Ein siebengängiges Menü im „Wolfgat“ kostet umgerechnet 53 Euro. Als beste Neueröffnung wurde das Restaurant „Inua“ des deutschen Kochs Thomas Frebel in Tokio ausgezeichnet. Unter der Kategorie „Abgelegenes Restaurant“ war auch das Bootshaus aus dem oberösterreichischen Traunkirchen nominiert.

Bildcredit: dastraunsee.at