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Mit Slots soll die Zufahrt eingeschränkt werden

 

Die oberösterreichische Gemeinde Hallstatt wird täglich von bis zu 10.000 Touristen besucht. Letztes Jahr kamen 19.344 Busse in den Ort, der nur 758 Einwohner hat. Aus diesem Grund wird an einem Verkehrskonzept gearbeitet, die die Besucherströme lenkt. Dazu hat sich der Hallstätter Bürgermeister Alexander Scheutz mit Verkehrsplanern auf folgendes Konzept geeinigt: Busse, die nach Hallstatt kommen wollen, sollen wie Flugzeuge auf Flughäfen Zeitfenster („Slots“) im Vorhinein kaufen, in denen sie zufahren dürfen. Etwas Ähnliches gibt es bereits seit 2018 in Salzburg, wo das System zur Verteilung auf das ganze Stadtgebiet dient. Ein Probebetrieb mit Slots soll im Herbst 2019 starten. Bisher zahlt man in Hallstatt für einen Busparkplatz 40 Euro. Mit dem neuen System wird der Preis laut Scheutz etwas steigen.

Der Tourismus ist trotz dieses Problems für Hallstatt lebensnotwendig. Der Bürgermeister streicht die positiven Effekte mit folgenden Worten heraus: „Die Tagesbesucher generieren hohe Umsätze in der Gastronomie und im örtlichen Handel. Auch seine funktionierende Nahversorgung verdankt der kleine Ort den Gästen. Sogar der traditionsreiche Bergbau profitiert davon.“

Ein weiteres Problem ist der touristische PKW-Verkehr trotz elektronischer Anzeige über freie Parkplätze rund um Hallstatt. Denn „viele Gäste ignorieren die Anzeige und parken irgendwo am Straßenrand“, sagt Scheutz. Hier wird noch nach einer Lösung gesucht.

Bildcredit: Pixabay