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Fahrerlose Busse in der Seestadt Aspern

Ab 6. Juni nehmen zwei autonome Fahrzeuge als Zubringer zur U2-Endstation den Testbetrieb auf.

Die Wiener Linien werden ab 6. Juni 2019 in der Seestadt Aspern zwei selbstfahrende Busse des französischen Herstellers Navya auf einem Rundkurs einsetzen. Die Fahrzeuge können auf der etwa zwei Kilometer langen Strecke bis zu zehn Fahrgäste und eine Person mit Kinderwagen befördern. Ein sogenannter „Operator“ ist für alle Fälle immer mit an Bord. Die Beförderung von Rollstuhlfahrern und stehenden Fahrgästen ist nicht gestattet. Da der Einsatz der autonomen Busse von nicht planbaren Vor- bzw. Ausfällen (z.B. speziellen Witterungsverhältnissen) begleitet werden kann, gibt es weder einen Fahrplan noch genaue Abfahrtszeiten. Ob und wo sie gerade unterwegs sind, wird durch das Scannen eines QR-Codes sichtbar gemacht. Für die Benützung ist kein eigener Fahrschein erforderlich, da es sich um einen Testbetrieb zu Forschungszwecken handelt.

Die elektrisch angetriebenen Kleinbusse sind mit maximal 20 km/h unterwegs (gesetzlich vorgeschrieben). Sie können sowohl gekühlt als auch beheizt werden. Sie sind mit 2D- und 3D-LiDAR-Sensoren ausgestattet, um die Umgebung permanent hinsichtlich potentieller Hindernisse zu scannen. Mithilfe von GNSS-Lokalisierung (GPS, Galileo und GLONASS) kann die Position der Busse zu jeder Zeit zentimetergenau bestimmt werden. Werden permanente Hindernisse detektiert – wie z.B. ein falsch geparktes Auto – übernimmt der Operator die manuelle Steuerung und umfährt das Hindernis, bevor der Bus auf seiner gewohnten Strecke weiterfährt. Ziel des Testbetriebes ist die nachhaltige Erhöhung der Effizienz und Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge.

PA/red/TL

Bildcredit: Wiener Linien