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Barockgarten von Schloss Hof

Barockgarten von Schloss Hof rekonstruiert

Nach 15 Jahren Bauzeit ist der Park ab 21. Mai wieder für Gäste erlebbar.

Der 15 Hektar große Barockgarten von Schloss Hof wurde in den letzten 15 Jahren umfangreich revitalisiert: Dabei wurde die siebte und mit sechs Hektar größte Gartenterrasse begleitet von archäologischen Grabungen wiederhergestellt. Außerdem wurde die große Kaskade rekonstruiert, sodass jetzt für den Besucher das 18. Jahrhundert in dem Garten präsent wird. Ab 21. Mai steht der Schlosspark wieder allen Benützern offen.

Für die Gäste des Schlosses wurde zudem auf jeweils 2.200 Quadratmeter Fläche ein Labyrinth und ein Irrgarten sowie eine Aussichtsplattform geschaffen.

Schloss Hof hat Prinz Eugen von Savoyen 1725 als Renaissancekastell erworben. Er ließ das Gebäude durch den berühmten Architekten Lucas von Hildebrandt in ein um zwei Längsflügel erweitertes Schloss umbauen. Weiters ließ Prinz Eugen einen Gutshof und einen siebenterrassigen Garten anlegen. Dieser, nach französischem Vorbild vom Garteningenieur Anton Zinner geschaffene Park, war im 18. Jahrhundert mit den zahlreichen Treppen, Skulpturen, Brunnen, Blumenterrassen und schattigen Wandelgängen einer der bedeutendsten Gärten des deutschsprachigen Raumes.Auch Maria Theresia und Kaiser Franz I. erweiterten die Anlage und hielten sich gerne in Schloss Hof auf.

Details der Umbauarbeiten

Bereits 1991 begann mit archäologischen Grabungen die Revitalisierung der barocken Gartenanlage. Dabei hielt man sich vor allem an die vorhandenen und von Maria Theresia in Auftrag gegebenen drei Gemälde von Bernardo Bellotto, genannt Canaletto (entstanden um 1760), und historische Pläne mit Detailinformationen. 2003 begannen die ersten Arbeiten an der Rekonstruktion der einzelnen Terrassen. Ein wichtiger Meilenstein war 2006 der Fund von zwei Originalplänen, wovon einer (datiert auf um 1765), die gesamte Anlage mit allen sieben Terrassen detailgetreu wiedergibt. Dies ist auch der einzige bekannte Plan, der die siebte Terrasse in all ihrem Gestaltungsreichtum zeigt.

Der Durchbruch für den finalen Rekonstruktionsplan der siebten Terrasse gelang aufgrund der letzten Grabungen, die im Frühsommer 2017 beendet wurden.Für die originalgetreue Rekonstruktion wurden fast 400 Alleebäume und 300 Obstgehölze, 1000 Stück heimische Wildsträucher (die als Vogelnährgehölze dienen) sowie drei Kilometer Hecken aus Feldahorn neu gepflanzt.Schloss und Garten werden von der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB) verwaltet.

PA/red/TL

Bildcredit: SKB/Kulhánek