Long-Covid-Regeneration im Burgenland

Neues therapeutisches Programm unterstützt Menschen nach durchgemachter Covid-Infektion
© Reduce Gesundheitsresort / Bruckner

Das Reduce Gesundheitsresort Bad Tatzmannsdorf im Burgenland bietet ein gezieltes Programm für Personen an, die an den Spätfolgen einer Covid-Infektion leiden. Eine intensive therapeutische Betreuung nach der Pacing-Methode aber auch heilsame Anwendungen mit Moor und kohlensäurehaltigem Heilwasser kommen dabei zum Einsatz.

Der Einstieg erfolgt mit einem Medical Check-Up, wo Symptome festgestellt und ein individueller Therapieplan erstellt werden. Die medizinische Basis bildet dabei ein ganzheitlicher Ansatz aus mentaler Gesundheit, spezieller Physiotherapie und der entspannenden Wirkung von natürlichen Heilvorkommen. Laut dem ärztlichen Leiter  Dr. med. univ. Franz Niederl sei das Ziel des Programms das Lebensgefühl der Menschen wieder zu stabilisieren und den Körper wieder fit und leistungsfähiger zu machen.

Pacing-Methode

Für die leitende Physiotherapeutin Theresa Mayer und der Gesundheitspsychologin Mag. Katrin Supper stehen bei der „Long Covid Regeneration“ die sanfte Steigerung der körperlichen als auch der mentalen Fitness im Vordergrund. Dabei kommt die Pacing-Methode zum Einsatz. Diese lässt sich am besten mit dem Wort Aktivitätsmanagement erklären. Das bedeutet, dass bei einem bestehenden Erschöpfungssyndrom Überlastung vermieden und somit ein schonender Umgang mit den eigenen Ressourcen gelernt wird.

Psyche spielt eine Rolle

Long-Covid kann auch die Psyche beeinflussen. Viele Betroffene beschreiben einen physisch und psychisch belastenden körperlichen und geistigen Erschöpfungszustand auch nach der überstandenen Covid-Infektion, der weit über eine normale Müdigkeit oder Erschöpfung hinausgeht. Dieses als Fatigue bezeichnete Syndrom kann sogar dazu führen, dass der Alltag nicht mehr selbstständig bewältigt werden kann. Die Fatigue kann mit weiteren Symptomen einher gehen, wie zum Beispiel Schmerzen, Antriebsschwäche, Frustration, depressive Verstimmung, Benommenheit und Antriebsschwäche. Hinzu kommen bei vielen Betroffenen Ängste, Schlafstörungen, sowie Gefühle der Hilflosigkeit und des Kontrollverlusts.

„In der psychologischen Behandlung ist es wichtig, auf die individuell belastenden Symptome des Klienten einzugehen, ihm Informationen über Long-Covid zu geben, dem Klienten wieder zu einem Zugang zu persönlichen Ressourcen zu verhelfen, und ihn dabei zu unterstützen, seine Grenzen achten und wahren zu können. Dies kann neben psychologischen Einzelgesprächen zum Beispiel über Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen geschehen“, erklärt die klinische Psychologin Mag. Katrin Supper.

PA/red

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