Kochbox-Lieferant steigert Kapazitäten

Coronapandemie als Turbo für ohnehin wachsende Lieferbranche
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Der Lieferservice-Markt hat durch die Coronapandemie einen regelrechten Boom erlebt. Auch der deutsche Kochboxversender Hellofresh baut nun seine Kapazitäten in den kommenden Jahren aus. Unter anderem auch in Österreich. „Wir sehen, dass sich die Bereitschaft, Lebensmittel online zu kaufen, im Laufe der vergangenen Jahre stark erhöht hat und wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend noch weiter entwickeln wird“, so Hellofresh-Manager Nils Hermann. Eine neue Fertigungsstätte im ostdeutschen Barleben bei Magdeburg solle bis Ende 2022 fertiggestellt sein. Sie soll das Produktionsvolumen in Deutschland und Österreich verdoppeln. Hierzulande wird mit Subunternehmen gearbeitet, die ausliefern. Es werde in eigene Lieferkapazitäten investiert.

Keine Produktionsstätte in Österreich

In Österreich gibt es keine Produktionsstätte. Bisher gibt es eine in Deutschland nahe Bremen. Laut einer Sprecherin betrage das Investitionsvolumen für die Logistik 2021 über 200 Mio. Euro. Zu Umsatz- und Verkaufszahlen in der Alpenrepublik wollte sie unter Verweis auf die Börsennotierung des Unternehmens keine Angaben machen. Konzernweit wurden heuer im ersten Quartal 29 Mio. Boxen an rund sieben Mio. Kunden verschickt. Im ersten Quartal kamen insgesamt knapp zwei Mio. neue Kunden dazu, 2020 zählte man noch gut fünf Mio. Der Umsatz stieg um 116 Prozent auf 1,44 Mrd. Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis explodierte um 152 Prozent auf fast 160 Mio. Euro.

Das Unternehmen ist in den USA, Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Australien, Österreich, der Schweiz, Kanada, Neuseeland, Schweden, Frankreich und Dänemark tätig. Hellofresh wurde 2011 in Berlin gegründet und ging 2017 in Frankfurt an die Börse.

APA/red

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