Frankfurter Flughafen: Gebühren steigen um 4,3%

Die Fraport erhöht die Start- und Landegebühren, gibt aber gleichzeitig mehr Anreize für den Flugverkehr.
©pixabay

Der Frankfurter Flughafen erholt sich langsam von den Folgen der Pandemie

Der ohnehin schon sehr teure Frankfurter Flughafen erhebt künftig noch mehr Gebühren. Ab dem kommenden Jahr werden Starts und Landungen auf dem größten deutschen Flughafen in Schnitt um 4,3 Prozent teurer. Besonders leise und energieeffiziente Flugzeuge dürfen mit Nachlässen rechnen – zumindest sofern sie nicht verspätet in der Nacht landen. Das hessische Wirtschaftsministerium hat die neue Entgeltordnung des Flughafenbetreibers Fraport AG bereits genehmigt.

Der Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir von den Grünen lobte die Anreize, die Fraport damit für Verbesserungen sowohl im Lärm- und Umweltschutz, als auch in der Vermeidung von Nachtflügen setzt. „Das betrifft nicht nur stärkere Anreize zur Vermeidung von Nachtflügen, sondern auch für den generellen Einsatz der leisesten Flugzeuge, die verfügbar sind.“ Diese Maßnahmen sollen in Zukunft weiter konsequent verschärft und weiterentwickelt werden.

Mit Schwung aus der Krise

Zusätzlich zur neuen Entgeltordnung startet der Frankfurter Flughafen ein neues Anreizprogramm, um die coronabedingt eingebrochenen Passagierzahlen wieder in Richtung Vorkrisen-Niveau zu lenken. Hier können die Airlines einen Teil der Gebühren erstattet bekommen, wenn sie aufs gesamte Jahr gerechnet mit mindestens 22,1 Millionen Passagieren von Frankfurt abheben. Das entspricht zwar nur etwa 63 Prozent der Zahlen von 2019, allerdings fast den doppelten vom laufenden Jahr. In diesem Verfahren gibt es einen Topf, aus dem alle Gesellschaften Mittel erhalten würden, und einen Topf, für den die Steigerung pro Airlinegruppe maßgeblich ist.

Vor zwei Jahren hat die Fraport rund 816 Millionen Euro an Start- und Landeentgelten eingenommen. Diese Mittel werden für den Erhalt und Betrieb der Flughafeninfrastruktur verwendet. Den Airlines wird es aber langsam zu teuer – besonders der Hauptkunde Lufthansa bezeichnet den Frankfurter Flughafen im Vergleich zu anderen Drehkreuzen als viel zu teuer. Letztendlich sind es aber die Passagiere, die die erhöhten Gebühren über den Ticketpreis draufzahlen müssen.

APA/Red.

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