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Händler, die Produkte und Dienstleistungen an Touristen aus Drittstaaten verkaufen, profitieren

Entlastung für Tourismus-Destinationen

Eine Senkung der Gebühren bei Kartenzahlungen aus Drittstarten ist fixiert worden.

Die Europäische Kommission hat am 29. April 2019 bekannt gegeben, Verpflichtungsangebote von Mastercard und Visa nach den EU-Kartellvorschriften für rechtlich bindend zu erklären. Laut Kommission werden die Kreditkartenfirmen ihre Entgelte für Zahlungen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) - mit außerhalb des EWR ausgegebenen Kredit- und Debitkarten - um durchschnittlich 40 Prozent reduzieren (sog. "multilaterale Interbankenentgelte", kurz MIF).

"Vor allem jene Händler profitieren, die Produkte und Dienstleistungen an Touristen aus Drittstaaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes vertreiben“, freut Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will sich. „Auch dem europäischen Verbraucher könnte dieses 'Mehr' an Wettbewerbsfähigkeit mittelfristig preislich nützen."

Zum Hintergrund

Wenn ein Konsument im Geschäft oder Online eine Debit- oder Kreditkarte verwendet, zahlt die Bank des Händlers der Bank des Karteninhabers das MIF. Die abrechnende Bank wälzt dieses Entgelt auf den Einzelhändler ab, der es wiederum in den Endpreis einkalkuliert. Dieser Endpreis ist für alle Verbraucher gleich – unabhängig davon, ob jemand eine Kreditkarte für die Zahlung verwendet oder nicht. Weder Einzelhändler noch Verbraucher haben eine Möglichkeit, die Höhe der MIF zu beeinflussen.

Durch die für Visa und Mastercard für bindend erklärten Verpflichtungen werden sich diese Kosten nun erheblich verringern. Etwa, wenn ein kanadischer Tourist in einem Geschäft in Hallstadt mit einer Kreditkarte von Mastercard oder Visa bezahlt.

PA/red/KaM 

 

 

Bildcredit: www.pixabay.com