Arbeitskräftemangel in Gastro sorgt für Unstimmigkeiten

AK und WKÖ arbeiten noch an gemeinsamen Lösungsansätzen.
© Sebastian Philipp, BAK

AK Präsidentin Renate Anderl fordere höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Der aktuelle Arbeitskräftemangel in der Gastronomie und Hotellerie wird für immer mehr Betriebe zum Problem. In einem Doppelinterview in der „Kronen Zeitung“ (Sonntagsausgabe) forderte Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Wirtschaftskammer-Gastronomieobmann Mario Pulker pochte auf eine „rigorose“ Umsetzung der Zumutbarkeitsbestimmungen bei der AMS-Jobvermittlung.

Die Arbeiterkammer (AK) sieht die Gastronomiebetriebe am Zug. „Das Problem sind nicht nur die Löhne, sondern die Arbeitsbedingungen: Wir reden von einer Branche, in der viele teilzeitbeschäftigt sind, aber Vollzeit arbeiten“, sagte Anderl. Der Gastronomieobmann der Wirtschaftskammer (WKÖ) wies Pauschalkritik zurück. Bei einer Branche mit knapp 60.000 Betrieben gebe es „einen bestimmten Anteil“ an Problemen. “ Arbeitsminister Martin Kocher hatte kürzlich angekündigt, dass das Arbeitsmarktservice bei der Stellenvermittlung wieder die Regelungen wie vor der Coronakrise anwenden wird. „Wir haben keine neuen Zumutbarkeitsbestimmungen, es gibt keine neuen Sanktionen“, sagte Kocher am vergangenen Dienstag.

 

APA/Red.

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