3G-Regel für den Wintertourismus

Après-Ski soll mit strengen Maßnahmen stattfinden können, generell gilt in der Gastronomie, Hotellerie und bei Seilbahnbetrieben die 3G-Regel.
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Bei all den Maßnahmen ist die Kontrolle der wichtigste Faktor, damit der Tourismus die gesamte Wintersaison über ohne weitere Einschränkungen laufen kann.

„Heuer wird es auf jeden Fall Winterurlaub in Österreich geben – es wird sehr strenge Regeln geben“, kündigte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger in einer Pressekonferenz an und erläuterte dabei die geltenden Regeln für den diesjährigen Wintertourismus: Wer die Gastronomie, Hotellerie oder Weihnachtsmärkte besuchen sowie Seilbahnen benutzen möchte, muss sich an die 3G-Regel halten – also getestet, genesen oder geimpft sein. Zusätzlich ist für die Mitfahrt in einer geschlossenen Gondel eine FFP2-Maske Pflicht. Die Kapazitätsbeschränkungen, die im letzten Winter für die Seilbahnbetriebe erlassen wurden, gelten dieses Jahr nicht, zudem fallen die Abstandsregeln. Mit der Möglichkeit der vollen Auslastung möchte man lange Warteschlangen vor dem Eingang vermeiden, außerdem wird den Kunden geraten, sich die Tickets bereits im Vorfeld übers Internet zu kaufen.

Die Grundlage für diese Maßnahmen sei der von der Regierung beschlossene 3-Stufen-Plan, der vergangene Woche in Kraft getreten ist, so Köstinger. Dieser besagt, dass die Corona-Maßnahmen mit zunehmender Auslastung der Intensivstationen verschärft werden sollen. Ziel sei zudem, dass Österreich nicht mehr mit internationalen Reisewarnungen belegt wird. Aufgrund der aktuellen Lage werde es für Geimpfte und Genesene aber kaum noch Einschränkungen im Wintertourismus geben, jedoch hängt das auch vom Impffortschritt ab.

Après-Ski mit strengen Regeln

Köstinger betont, dass Après-Ski in diesem Jahr „auf jeden Fall möglich“ sein wird, allerdings mit sehr strengen Auflagen, die sich an jenen der Nachtgastronomie orientieren sollen. Allerdings seien zusätzliche Einschränkungen denkbar, wie etwa die 2G-Regel, die ab Stufe zwei des Regierungsplans eintritt. Mögliche Sperrstunden sollen die Gemeinden bzw. Tourismusregionen selbst regeln. Damit die Gastronomie-Branche auch weiterhin geöffnet bleiben kann, appelliert die Ministerin an die Betriebe, „die Verantwortung wahrzunehmen und den 3G-Nachweis auch zu kontrollieren“.

Da im Falle einer Stufe-3-Stituation nur noch PCR-Tests gültig sind, kündigt der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, der zur Pressekonferenz per Videochat hinzugeschalten wurde, nun an, die Testmöglichkeiten in seinem Bundesland weiter auszubauen. Ob die Tests der Bevölkerung jedoch weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt werden können, ist noch unklar. Eine Entscheidung diesbezüglich solle es Ende September/Anfang Oktober geben, so Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein.

Mehrtagespässe nur für Geimpfte und Genesene denkbar

Seilbahnsprecher und ÖVP-Abgeordneter Franz Hörl ist der Ansicht, dass es sinnvoll und wichtig wäre, Mehrtagespässe und Saisonkarten für den Wintertourismus nur an Geimpfte und Genesene zu verkaufen. Immerhin sei der „Zutritt an die Immunität“ gebunden und dies würde den Kartenverkauf beeinflussen.

Zudem spricht er sich für „einheitliche Regeln im gesamten Alpenraum“ aus, da der Wintersport „das gemeinsame Gesicht wahren“ müsse. In Bayern, Italien und Frankreich sind bereits Maßnahmen in Planung, die mit den österreichischen in Einklang stünden.

APA/Red./LBi

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