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Petra Stolba, Geschäftsführerin Österreich Werbung, Wirtschafts- und Tourismusminister Harald Mahrer; Petra Nocker-Schwarzenbacher, Sparten-Obfrau Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich

 

Wirtschaftsministerium, WK und ÖW haben Strategie erarbeitet.

 

„Die heurige Sommersaison war für unseren Tourismus bis jetzt mit rund 12 Millionen Gästen sehr erfolgreich und steuert auf ein Rekordergebnis zu, Österreich ist als Urlaubsdestination beliebt wie nie zuvor. Neben einmaliger Landschaft und vielfältigen Angeboten punktet der Standort vor allem mit der hohen Qualität unserer Betriebe. Die Branche schafft wichtige Arbeitsplätze und ist auch international ein Aushängeschild Österreichs. Entscheidend ist, dass wir unseren Betrieben in einem hart umkämpften Markt die richtigen Rahmenbedingungen - gerade auch im Hinblick auf die Digitalisierung - bieten. Wir wollen Entlastung statt Belastung um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu stärken. Die Senkung der Mehrwertsteuer ist eine wichtige Maßnahme, die von der neuen Bundesregierung nach der Wahl möglichst rasch und in breitem Konsens umgesetzt werden muss“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Harald Mahrer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW).

 

Handlungsleitfaden

Vor allem beim digitalen Wandel muss der Tourismus zukunftsfit gemacht werden. Der Tourismus wächst weltweit aufgrund der Digitalisierung seit sechs Jahren jährlich im Schnitt über vier Prozent, aktuell planen bereits 74 Prozent der Gäste unter 35 Jahren ihre Reise über Social Media. Daher hat das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich sowie der Österreich Werbung in einem Open Innovation Prozess mit rund 100 Personen aus Tourismus, Technologiebranche, Kreativwirtschaft, Bund, Länder, Interessenvertretungen und Wissenschaft eine Digitalisierungsstrategie für den Tourismus ausgearbeitet.

Die Digitalisierungsstrategie soll ein Handlungsleitfaden sein, um den digitalen Transformationsprozess als Chance für eine Weiterentwicklung zu nutzen. In drei Strategiefeldern (I. Digitalen Wandel gestalten, II. Innovationskraft der Betriebe stärken, III. Kompetenzen und Prozesse für digitale Transformation schaffen) wurden insgesamt 22 Maßnahmen identifiziert, die nun operationalisiert und umgesetzt werden. 2018 bis 2020 werden zusätzliche Budgetmittel in Höhe von jährlich fünf Millionen Euro bereitgestellt und ein Förderschwerpunkt „Digitalisierung“ bei der ÖHT eingerichtet, um so zukünftig hochinnovative Leuchtturmprojekte finanziell zu unterstützen.

Seitens der Österreich Werbung sollen diese zusätzlichen Mittel (zwei Millionen Euro/Jahr ab 2018) zum einen für die Content-Produktion im digitalen Tourismusmarketing und das Austesten neuer Kommunikationskanäle verwendet werden, zum anderen vor allem für die Datensammlung und –analyse. Zusätzlich sollen weitere zwei Millionen Euro für die (Re-)Qualifizierung von Fachkräften im Tourismus noch heuer zur Verfügung stehen, dies ist durch die Öffnung des Förderprogramms der FFG „Forschungskompetenz für die Wirtschaft“ möglich. Das bedeutet, Fachhochschulen erarbeiten mit Betrieben vor Ort Qualifizierungsmaßnahmen und führen diese auch durch. Ein weiterer wesentlicher Punkt besteht in der Weiterentwicklung von touristischen Lehrberufen, das Berufsbild wird nach Kompetenzbereichen aufgebaut, die zukünftige Entwicklungen bereits jetzt stärker abbilden sollen. Die Umsetzung erfolgt im nächsten Lehrberufspaket im Juni 2018.

 

Petra Stolba, Geschäftsführerin Österreich Werbung, Wirtschafts- und Tourismusminister Harald Mahrer; Petra Nocker-Schwarzenbacher, Sparten-Obfrau Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich

 

BMWFW/Martin Steiger

 

 

 

 

Bildcredit: BMWFW/Martin Steiger