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Ein schwedisches Unternehmen will den Schlepplift revolutionieren.

 

Schlepplifte werden immer seltener in Europas Skigebieten. Kein Wunder, sind sie doch langsam und wenig komfortabel. Sie sind Relikte aus vergangenen Jahrzehnten, verbunden mit unangenehmen Erinnerungen an Skischulwochen. Das schwedische Start-up Boardie möchte dem Schlepplift nun wieder neues Leben einhauchen.

Niclas Stjernberg und Erik Englund haben Boardie im Sommer 2015 gegründet. Insbesondere für Snowboarder sind Fahrten mit dem Schlepplift schmerzhaft und unkomfortabel, aber auch Skifahrer bevorzugen in der Regel Sessellifte. Der Umbau der Liftanlagen kostet die Skigebiete aber viel Geld. Mit dem gleichnamigen ersten Produkt von Boardie lässt sich ein bestehender Schlepplift weitaus kostengünstiger adaptieren.

 

Mehr Komfort

Breitere Bügel sorgen bei Boardie für mehr Komfort. Zusätzlich kann die Rückseite der Bügel als Werbefläche genutzt werden. Das war bei den bisherigen Bügeln aufgrund der Größe nicht möglich. Der erste Prototyp wurde für das schwedische Skigebiet Åre produziert, in dieser Wintersaison gehen die ersten regulären Boardie-Systeme an den Start.

Das Produkt der schwedischen Jungunternehmer stellt die ersten größeren Veränderungen der Schlepplifttechnologie seit 80 Jahren dar – damals wurde der erste moderne Schlepplift mit selbsteinziehendem Bügel in Davos gebaut. Da das System mit jedem bestehenden Schlepplift – es gibt noch rund 3.000 davon in Europa – kompatibel ist, könnte Boardie das Verschwinden der Schlepplifte aus den Skigebieten nach über 100 Jahren verhindern.

Nicht nur die Resonanz von Skifahrern und Liftbetreibern ist bisher positiv, auch in der Branche bekommt man Anerkennung: Die ISPO-Awards, vergeben von der Sportartikel-Messe aus München, kürten Boardie in der Kategorie „Hardware Winter“ zum Start-up des Jahres.

Bildcredit: Boardie