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Erstmals über 15 Mio. Nächtigungen.

Wien hat die Schallmauer von 15 Millionen Nächtigungen durchbrochen. Zum 8. Mal in Folge verzeichnet die Stand in der Bilanz des abgelaufenen Jahres einen Bestwert. Die Ankünfte erhöhten sich im selben Zeitraum um 3,1 % auf 7.097.000; erstmals waren damit über 7 Millionen Gäste in der Stadt.

Umsatzwachstum doppelt so stark wie Nächtigungswachstum

 

„Derzeit stehen die Netto-Nächtigungsumsätze der Beherbergungsbetriebe für die Monate Jänner bis November fest, die – nach einem stagnierenden Jahr 2016 – im Zeitraum Jänner bis November 2017 mit 709,5 Millionen Euro und einem Plus von 7 % beinahe doppelt so stark gewachsen sind wie die Nächtigungen“, sagt Renate Brauner, Präsidentin des Wien Tourismus und Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft und Internationales: „Wir hoffen auf einen ebenso starken Dezember-Umsatz, der das Plus von 2,3 % auf 1,4 Millionen Nächtigungen im Dezember ergänzt.“
„Bei den Zielen der Tourismusstrategie liegen wir mit diesen Kennzahlen im Plan“, erklärt
Tourismusdirektor Norbert Kettner. Bis 2020 peilt Wien 18 Millionen Nächtigungen und 1 Milliarde Euro Beherbergungsumsatz an.

Deutschland: Erstmals über 3 Millionen Nächtigungen

Rund 82 % der Wiener Gästenächtigungen 2017 waren internationale Nächtigungen. „Die 20 Märkte, die der WienTourismus aktiv bearbeitet, erbrachten in Summe 80,4 % der Nächtigungen bzw. 80,5 % der bis dato ausgewerteten Umsätze“, erläutert Kettner. Innerhalb Wiens zehn nächtigungsstärkster Herkunftsmärkte gibt es zwei Premieren: Deutschland erreichte erstmals mehr als 3 Millionen Nächtigungen. China – erst seit 2016 in den Top 10 – rückte 2017 mit zweistelligen Wachstumsraten auf Platz 7 vor. Auch zweistellig gewachsen, mit nur 3.000 Nächtigungen weniger, nahm Russland auf Platz 8 eine
Verfolgerrolle ein. Wachstumssignale im einstelligen Bereich gingen vom drittstärksten Markt USA sowie Frankreich aus. Die Nächtigungen aus Österreich und Großbritannien entsprachen dem Vorjahresniveau. Italien, Spanien und die Schweiz erreichten ihren Wert aus 2016 nicht. Außerhalb der Top 10 stachen Südkorea (217.000 Nächtigungen, + 10 %), Australien (173.000, + 19 %), Brasilien (139.000, + 11 %), Indien (128.000, + 11 %), die Ukraine (123.000, + 12 %) und Taiwan (109.000, + 24 %) mit hohen Zuwachsraten hervor, die
Türkei (139.000, - 14 %), Bulgarien (75.000, - 13 %) und Saudi-Arabien (71.000, - 14 %) mit entsprechenden Rückgängen.

Auslastung neuerlich gestiegen

 

Die durchschnittliche Bettenauslastung der Wiener Beherbergungsbetriebe im Gesamtjahr 2017 stieg auf 58,9 % (2016: 58,3 %), die Zimmerauslastung auf rund 76 % (2016: 74 %). Die
Beherbergungskapazität erhöhte sich von Dezember 2016 auf Dezember 2017 um rund 2.300 (+ 3,7 %) auf 65.100 Hotelbetten. Wien weist die höchste Auslastung aller österreichischen Bundesländer auf.

2018 Marketing um 15,3 Millionen Euro in 20 Ländern

„Dem WienTourismus steht 2018 ein Marketing-Budget von 15,3 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können wir um rund 500.000 Euro mehr als 2017 in jene 20 Herkunftsmärkte weltweit investieren, die voriges Jahr über 80 % der Nächtigungen in Wien erbracht haben“, so Kettner. Verstärkt wird das Budget des WienTourismus auf 15 dieser
Märkte von Austrian Airlines, der gemeinsame Marketing-Aufwand beider Organisationen beträgt rund 3,7 Millionen Euro. „Mit großem Dank sei angemerkt, dass Austrian Airlines mit 56 % überproportional am gemeinsamen Budget beitragen“, hält Kettner fest. Eingesetzt wird das gemeinsame Budget in Zusammenhang mit großen vom WienTourismus initiierten 360°-Kampagnen, im Digitalmarketing, bei klassischer Werbung oder Kooperationen mit Flugbuchungs- und Reiseportalen.

Kettner: Aufhebung des Rauchverbots bedauerlich

„Viele Faktoren spielen im Destinationsmanagement eine Rolle – nicht alle kann man beeinflussen. Eine Aufhebung des Rauchverbotes in der Gastronomie ab Mai 2018 bedeutet aus Sicht des WienTourismus einen Rückschritt und einen Abschied von westlichen Standards in der heimischen Gastronomie“, erklärt Kettner. „2019 wollen wir der mehrfach ausgezeichneten Lebensqualität Wiens eine weltweite Bühne bieten. Verqualmte Lokale passen nicht in diese Botschaft.“
Bildcredit: Pixabay