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Hausgemachte Probleme in der Gastronomie

 

Nachtarbeit, Wochenendeinsätze, Raucher – Das sind nur einige der Belastungen, denen Mitarbeiter in der österreichischen Gastronomie ausgeliefert sind. Dementsprechend hoch ist die Unzufriedenheit in der Branche. 50 % der Kellner wollen demnach ihren Job aufgeben und das Berufsfeld ändern. Nur als Vergleich: Unter allen Arbeitnehmern gesamt wollen nur 7% den Job wechseln.

Kein Wunder also, dass auch die Lehrlingszahlen für Köche und Kellner rückläufig sind. Denn neben den oben genannten Problemen kommen insbesondere bei den Köchen noch Zeitdruck ohne (gesetzlich geregelte) Pausen hinzu und geringe Entlohnung. Laut eigenen Angaben können nur 38% davon ordentlich leben, der Rest der 216.000 Beschäftigten in der Branche arbeitet entweder Teilzeit, ein Viertel ist gar nur geringfügig beschäftigt.

 

Die wahren Probleme

Die Probleme in der Gastronomie sind hausgemacht“, so AK-Präsident Johann Kalliauer am 9. April 2018. „Anstatt über einen Mangel an qualifiziertem Personal zu jammern, sollen die Wirte und Hoteliers lieber vor der eigenen Türe kehren, ihre Beschäftigten ordentlich behandeln und die Lehrausbildung wieder forcieren“, fordert er per Aussendung.

„Die oftmals belastenden Arbeitsbedingungen, überlange Arbeitszeiten zu Randzeiten und schlechte Entlohnung auf Basis von Teilzeitarbeit oder geringfügiger Beschäftigung stellen kaum Anreize dar, im Gastgewerbe zu bleiben oder eine Beschäftigung im Gastronomiebereich aufzunehmen“, so Kalliauer.

Das schlage sich auch in den Krankenständen nieder: Gastrobeschäftigte seien um 1,5 Tage länger krank als der Schnitt aller Beschäftigten. „Und nur die Hälfte der Beschäftigten glaubt, bis zur Pension im jetzigen Job durchzuhalten.“

Bildcredit: Pixabay