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Das Zukunftskonzept Gastro 2020 soll die Kärntner Gastronomie auf Vordermann bringen.

 

Die wirtschaftlichen Aussichten in Kärnten waren in den vergangenen Jahren nicht gerade rosig. Bereiche wie Tourismus und Gastronomie nicht ausgenommen. So ist die Zahl der Kärntner Gasthäuser seit 2005 stetig gesunken – rund 30 Prozent der Betriebe, sprich 344 Lokale, mussten ihre letzte Sperrstunde einläuten. Am stärksten waren Unternehmen im ruralen Raum betroffen. Beim letzten Stichtag am 31. Dezember 2016 zählte man nur mehr 803 Gasthäuser. Nun versucht das Land Kärnten durch Kooperationen mit der Wirtschaftskammer die Segel der Gastronomiebetriebe mit frischem Wind zu füllen. Die Hoffnungen der Beteiligten liegen auf dem Zukunftskonzept „Gastro 2020“, das bei der Eröffnung der GAST 2017 präsentiert wurde.

Das Arbeitspapier sieht verschiedene Ansätze vor. Angefangen bei maßgeschneiderten Förderpaketen für Kärntens Gastronomie, Förderberatung, einer Lehrlingsoffensive, über Kooperationen zwischen Gemeinden, Vereinen und Gastronomen bis hin zu neuen Aus- und Weiterbildungsangeboten für Kärntens Wirte und kulinarischen Netzwerken. Auch spezielle Coachings für Gastronomen und eine Besserung des Gastro-Images innerhalb der Bevölkerung werden angestrebt. Abschließend sollen die Rahmenbedingungen für Arbeitskräfte im Gastgewerbe optimiert werden.

Zur erfolgreichen Umsetzung fordert Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie, ein Umlenken und Umdenken der Politik. Hoher bürokratischer Aufwand und unlautere Konkurrenz durch Vereine seien die Ursache für schwere betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen. Auch hohe Lohnnebenkosten und starre Arbeitszeitmodelle kritisiert Sternrad. „Die Bedeutung der Gastronomie für Kärnten wird eindeutig unterschätzt. Und das in einem Land, das sich als Genuss-Destination am Tourismusmarkt etablieren will“, resümiert der Interessensvertreter.

 

 

15. 03. 2017 / red

 

Bildcredit: © santypan / Fotolia