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Auf in eine neue Biersaison

Conrad Seidls Bier Guide 2017 

Alle reden vom Craftbier-Trend und natürlich macht der Bier Guide von Conrad Seidl, der soeben in seiner 18. Ausgabe erschienen ist, da keine Ausnahme: Österreichs Biervielfalt hat zugenommen. Etwa im Monatsrhythmus sperrt eine neue Kleinbrauerei auf. Und viele dieser Craftbierbrauereien weisen eine auch international viel beachtete Professionalität auf. Andererseits betont der Bierpapst: „Es ist überaus spannend, sich einmal etwas näher mit dem Bierstil Helles und Märzen zu befassen – nicht zuletzt deshalb, weil ein Bier aus Wien eine Goldmedaille des European Beer Star in dieser Kategorie erreicht hat. Der Stil ist vor allem vom Malz geprägt, die Hopfung ist sehr mild und die Bittere entsprechend gering. Das Wichtigste aber: Gerade weil es sich beim Hellen um ein Bier mit insgesamt wenig ausgeprägtem Geschmacksprofil handelt, ist der Stil sehr intolerant gegenüber Fehlern. Deshalb ist es wichtig, dass in allen Bierlokalen der Bierpflege, der Reinigung der Schankanlage und dem korrekten Zapfen mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird.“

Dazu regt Conrad Seidls Bier Guide seit dem Jahr 2000 an. Wieder gibt es neue Bierlokale, die den Maßstäben gerecht werden, die inzwischen weltweit etabliert sind. Seidl: „Junge Gastronomen haben das Bier als Differenzierungsmöglichkeit entdeckt – und erfreulicherweise fühlen sich viele alteingesessene Betriebe dazu angeregt, noch mehr Vielfalt, noch mehr Bierkultur zu bieten. Daher kann man die Rolle der klassischen bierorientierten Gastronomie gar nicht überschätzen.“ Die aktuelle Ausgabe von Conrad Seidls Bier Guide zeigt auch, dass die heimischen Braumeister Jahr für Jahr Biere brauen, die das bisherige Angebot noch übertreffen.

26. 4. 2017 / gab
Bildcredit: medianet - Menzl