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Leere Stühle waren 2017 eine Seltenheit

 

Rekordwerte in Wien

 

Wie der Gesamt-Tourismus verzeichnet auch die Wiener Tagungsindustrie Steigerungsraten, die sich in einem kräftigen Plus in der Wertschöpfung niederschlagen. Bei einer nominellen Wertschöpfung von über einer Milliarde Euro zogen auch die Zahlen bei Tagungs-Teilnehmern und Nächtigungen kräftig an. Rund 611.000 Tagungs-Teilnehmer bedeuten ein Plus von 8 Prozent zum Vorjahr, die damit verbundenen 1.874.000 Nächtigungen wiederum einen Zuwachs von 9 Prozent und damit einen neuen Rekord.

Ebenso erfreulich sind die absoluten Zahlen bei der Wertschöpfung: 1,163 Milliarden Euro sind das dritte Ergebnis in Folge über der Milliarden-Grenze und bedeuten eine Steigerung von 78% in der Tagungsindustrie seit 2008. 

 

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Die 4.074 Veranstaltungen des Jahres 2017 teilen sich auf in 1.314 Kongresse, davon 512 nationale und 802 internationale, sowie in 2.760 Firmenveranstaltungen bzw. -tagungen und Incentives, davon 806 nationale und 1.954 internationale. Das Steueraufkommen aus Kongressen, Tagungen und Incentives in Wien betrug 2017 321,37 Millionen Euro, davon gingen 210,46 Millionen Euro an den Bund, 39,18 Millionen Euro an Wien, der Rest teilt sich auf andere Bundesländer und Gemeinden auf. Einen großen Anteil an der Wertschöpfung haben internationale Kongresse, schließlich betragen diese 74 % des Nächtigungsaufkommens und 79 % der generierten Wertschöpfung.

„Nicht zu unterschätzen ist auch der Anteil jener Kongresse, die allein den Vereinten Nationen zuzuordnen sind – sie sorgen für rund 7 % des Nächtigungsaufkommens. Dies verdeutlicht die Bedeutung der UNO für den Standort Wien und zeigt, wie wichtig die Bemühungen der Stadt sind, internationale Organisationen nach Wien zu holen“, stellt Tourismusdirektor Norbert Kettner fest. Auch die Rolle des Flughafens Wien ist nicht unbedeutend. „Entwickelt sich das touristische Aufkommen wie geplant – 2020 wollen wir die 18. Nächtigungsmillion erreichen – führt am Bau der dritten Piste mittelfristig kein Weg vorbei“, erklärt Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner.

Ein weiterer, nicht unwesentlicher Punkt ist die Ausgabefreudigkeit der Wien-Besucher. Mit 538 Euro pro Kopf und Tag in Wien geben sie etwa doppelt so viel aus wie der Durchschnitt aller nächtigenden Gäste in der Stadt mit rund 256 Euro“, erklärt Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien. Die EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 wirft bereits ihre Schatten voraus. Zahlreiche Meetings von kleiner bis mittlerer Größe werden dann erwartet. Diese sollen dann Wiens Tagungsbilanz 2018 erneut ankurbeln und zu neuen Rekordzahlen führen.

Bildcredit: Pixabay