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Auswirkungen auf die Reisebranche: Keine Geburtstagsgrüße mehr ohne Einwilligung des Kunden.

 

Die Reisebranche weiß vieles über ihre Klientel. Das Geburtsdatum natürlich, ihre kulinarischen Vorlieben, ihre bevorzugten Destinationen, ihre Ansprüche an das Hotelzimmer u.v.a. Allein: Dieses Wissen darf sie nicht mehr ohne Weiteres nutzen, wenn mit 28. Mai 2018 die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft tritt. Zuallererst gilt der Grundsatz, dass personenbezogene Daten nur mit dem Einverständnis der Kunden gespeichert und genutzt werden dürfen. Der Kunde muss detailliert aufgeklärt werden, welche Daten von ihm aus welchen Gründen gespeichert und genutzt werden sollen. Fall er sein Einverständnis gibt, kann er dieses jederzeit widerrufen. Dazu hat der Kunde jederzeit das Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden"), wenn die Zwecke, für die seine Daten erhoben wurden, nicht mehr aktuell sind, aber auch, wenn er der Meinung ist, dass seine Daten unrechtmäßig verarbeitet werden. Das könnte z.B. der Fall sein, wenn der Kunde sich durch durch eine Glückwunschbotschaft zu seinem Geburtstag belästigt fühlt.

Bei Verstößen drohen Pönalen von bis zu 20 Mio. Euro oder 4 Prozent aus dem Gesamtumsatz des vergangenen Jahres. 

Bildcredit: Pixabay