Die bislang größte Landschaftsinstallation in Österreich findet im Hochgebirge Vorarlbergs statt.
Das Kunsthaus Bregenz realisiert mit dem britischen Bildhauer Antony Gormley ein einzigartiges Projekt im alpinen Hochgebirge Vorarlbergs, das von August 2010 bis April 2012 zu sehen sein wird. Horizon Field ist das erste Kunstprojekt dieser Art im Gebirge und zugleich die bislang größte Landschaftsinstallation in Österreich. Die Bergwelt als Kristallisationspunkt für kreative Auseinandersetzung und als Inspirationsquelle – dieser Idee folgen auch der Walserherbst im Großen Walsertal sowie weitere Angebote für kunstaffine Gäste in Vorarlberg.
Horizon Field besteht aus 100 lebensgroßen Abgüssen eines menschlichen Körpers aus massivem Gusseisen, verteilt über ein Gebiet von 150 Quadratkilometern, das mehrere Vorarlberger Tourismusregionen umfasst. Das Werk bildet eine horizontale Linie auf 2.039 Metern über dem Meeresspiegel. Einige der Figuren werden auf Wanderwegen erreichbar, andere werden von bestimmten Punkten aus sichtbar sein. Gormley hat sich bei mehreren Aufenthalten eingehend mit der Vorarlberger Bergwelt befasst. Dem Betrachter liefert er keine exakte „Gebrauchsanleitung“, Vielmehr lässt sein Projekt Spielraum für eigene Gedanken. Das Werk wird im Verlauf der zweijährigen Präsentation den Naturgewalten, unterschiedlichen Lichtverhältnissen und dem Wechsel der Jahreszeiten unterworfen sein und somit immer wieder neue Wahrnehmungen und Eindrücke ermöglichen.
Die Eröffnung des Projektes ist am 31. Juli auf der Kriegeralpe in Lech. Dass die Umsetzung in Vorarlberg stattfindet, ist dem Kunsthaus Bregenz (KUB) als international anerkanntem künstlerischen Partner zu verdanken. Was Gormley außerdem beeindruckte und überzeugte, waren die Kunstsinnigkeit und die ideale Topografie des Landes. Das Zusammenspiel von Kultur und Natur, das Vorarlberg prägt, wird bei diesem Projekt besonders deutlich.
Bild: Markus Tretter / Kunsthaus Bregenz
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