In der Wirtschaft zu Hause(r)

 

Wenn von Balthasar Hauser die Rede ist, fallen Begriffe wie Imperium, Phänomen, Legende. Über 100.000 Nächtigungen allein 2009 bestätigen den ideenreichen „Stanglwirt“. In allem.

 

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Kaltes, klares Wasser

Dank wachsenden Gesundheitsbewusstseins erfreut sich Mineralwasser hierzulande immer größerer Bedeutung. Der Durstlöscher Nummer eins hat null Kalorien, dafür wertvolle Inhaltsstoffe und bietet so bei sommerlichen Temperaturen die optimale Erfrischung.


Mineralwasser zählt zu den sichersten und bestgeprüften Lebensmitteln des Landes, denn was in Österreich in den Handel kommt, hat strengen Anforderungen zu entsprechen. Selbst die Aufregung um den Acetaldehyd-Gehalt heimischen Mineralwassers im Vorjahr konnte der Branche nichts anhaben. Kaum ein Sektor verzeichnet so stetige Zuwächse wie der des Sprudelwassers. Das „Forum Natürliches Mineralwasser“ (www.forum-mineralwasser.at) hält am Gesamtmarkt derzeit einen Marktanteil von ca. 85 Prozent. Es wurde 1987 gegründet und versteht sich als Kommunikationsplattform der bedeutendsten Mineralwasser-Abfüller Österreichs. Das Forum Natürliches Mineralwasser gibt Auskunft rund um das Thema Mineralwasser, berücksichtigt die Einzigartigkeit der einzelnen Quellen und vertritt gemeinsame Interessen aller Mineralwasserabfüller des Landes.

 

Stärkung des heimischen Marktes

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit sollen die Vorteile des natürlichen Mineralwassers als wichtiges Element einer gesunden Ernährung gegenüber den Konsumenten bekannt gemacht werden. Langfristig soll die Position der österreichischen Mineralwässer am heimischen und internationalen Markt gestärkt werden. Die Hauptabnehmer des Forums sind zu gut zwei Drittel der Lebensmittelhandel und zu etwa einem Drittel die Gastronomie. Der Jahresabsatz im Inland betrug im Jahr 2009 rund 681,4 Millionen Liter. Im Vergleich zum Jahresabsatz 2008 bedeutet das ein Minus von einem Prozent.

 

Seit der Einführung der kohlensäurefreien Mineralwässer wächst das Segment der kohlensäurearmen und -freien Wässer recht erfreulich. Im Forum Natürliches Mineralwasser sind folgende Marken vertreten: Alpquell, Astoria, Frankenmarkter Mineralwasser, Gasteiner, Güssinger, Juvina, Long Life, Minaris, Montes, Peterquelle, Preblauer, Römerquelle, SilberQuelle, Vitus-Quelle, Vöslauer und Waldquelle. Die wichtigsten Importländer für Österreich sind Italien, Slowenien und Deutschland. Der meiste Export geht nach Deutschland und Ungarn.

 

Beliebt im Ausland ist das Kitzbühler Mineralwasser Montes (www.montes.at). Das Getränk in der gletscherblauen, formschönen Flasche wird unter anderem im weltweit ersten Sieben-Sterne-Hotel „Burj al Arab“ in Dubai kredenzt.

 

 

Römerquelle mild beim Superior Taste Award 2010

Römerquelle ist Marktführer in der heimischen Gastronomie: Sommeliers und Genießer schätzen Römerquelle aufgrund seiner ausgewogenen Mineralisierung. Die Auszeichnung mit dem „Superior Taste Award“ macht Römerquelle einmal mehr zum perfekten Begleiter für feines Essen und erlesene Weine. Römerquelle mild, das natürliche Mineralwasser von Römerquelle mit wenig Kohlensäure, wurde beim Superior Taste Award des International Taste & Quality Institute (iTQi) in Brüssel mit der höchsten Auszeichnung bewertet. Das iTQi, das seit 2005 den Award vergibt, zeichnet Lebensmittel und Getränke von höchster Qualität und bestem Geschmack aus. Dabei verkostet eine internationale Spitzenjury Produkte aus der ganzen Welt. Insgesamt wurden heuer 902 Produkte aus 63 Ländern bewertet, nur 14,5 Prozent erhielten die höchste Auszeichnung „hervorragend“ mit drei Sternen. Römerquelle mild wurde in den Kategorien erster Eindruck, Geschmack, Klarheit und Nachgeschmack als hervorragendes Produkt geehrt.

 

Römerquelle Brand Managerin Jessica Obst nahm die Auszeichnung Ende Mai 2010 in Brüssel entgegen: „Wir sind sehr stolz, dass Römerquelle mild die höchste Bewertung dieser internationalen Spitzenjury erhalten hat. Das ist ein weiterer Qualitätsbeweis für Römerquelle und bestätigt, dass neben unseren Sorten prickelnd und still auch Römerquelle mild mit geringer Zugabe von Kohlensäure höchste Qualität und besten Geschmack bietet.“

 

Die internationale Jury des Superior Taste Awards setzt sich aus renommierten europäischen Küchenchefs, Getränkeexperten und Sommeliers zusammen. Die Mitglieder der Jury gehören angesehenen kulinarischen Organisationen Europas an, wie zum Beispiel den französisch-belgischen Maîtres Cuisiniers, der französischen Académie Culinaire, der Federerazione dei Cuochi Italiana oder dem Verband der Köche Deutschlands. Die Sommeliers sind Mitglieder im internationalen Verband „Association de la Sommellerie Internationale (ASI)“, dem auch der österreichische Sommelierverband angehört. (www.roemerquelle.at)

 

Quellwasser aus den Alpen

Die Produkte der Tiroler Rieders Quellenbetriebe sind Alpquell, Astoria und Tiroler Quelle. In einer Karte aus dem Jahre 1611 sind die Quellen nahe dem Schloss Matzen erstmals erfasst. Um 1650 wurde das „Bad in der Au“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1770 ging das Bad in den Besitz des Wunderarztes Jakob Selzsam über, der auch erstmals das Quellwasser analysieren ließ. Kaiserin Maria Theresia ließ alle Heilbäder ihres Reiches erfassen. In dem Buch „Gesundbrunnen der österreichischen Monarchie“ wurde bereits 1777 das Aubad ausführlich beschrieben. Sein vorläufiges Ende fand das Aubad im Jahre 1884, als Franz von Lipperheide, ein Berliner Zeitschriftenverleger, Grund und Boden kaufte, das Bad abreißen und dafür das Schloss Neumatzen errichten ließ. In den frühen siebziger Jahren erwarb Richard Rieder die Quellen und begann mit der kommerziellen Vermarktung des Wassers. Die Firma befindet sich bis heute im Privatbesitz der Familie Rieder. (www.alpquell.at)

 

Oberösterreichisches Wasser

Das in Oberösterreich ansässige Unternehmen Starzinger (www.starzinger.at) hat neben dem Frankenmarkter Mineralwasser – benannt nach dem Firmensitz – noch Juvina im Sortiment. (Erwähnenswert ist übrigens auch das hauseigene Starzinger Bier „Bräu am Berg“ – ein Pils, das nicht nur unter Kennern als Geheimtipp gilt – und natürlich das Kultgetränk „Schartner Bombe“.)

 

Als bedeutender Betrieb der österreichischen Mineralwasserindustrie konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten auch Gasteiner etablieren. Heute zählt Gasteiner zu den modernsten Mineralwasser-Abfüllbetrieben Österreichs und hat als eine der drei imagestärksten Mineralwassermarken eine gut gefestigte Position in der Gastronomie und im Lebensmittelhandel.

 

Aktuell kümmern sich 37 Mitarbeiter um kristallklare Qualität, Abfüllung und Vertrieb des Gasteiner Mineralwassers, womit pro Jahr ein Umsatz von 10 Millionen Euro erwirtschaftet werden kann. In dem modernen Betrieb am Gasteiner Erlengrund werden jährlich etwa 55 Millionen Glasflaschen und PET-Leichtflaschen erzeugt.

 

Marketingoffensive im Burgenland

Der große burgenländische Mineralwasserabfüller Waldquelle überraschte im Vorjahr mit einer Marketing-Offensive: Die Nummer zwei im österreichischen Lebensmittelhandel trat im November erstmals mit Fernsehwerbung sowie einem Verpackungsrelaunch in Erscheinung. „Unsere italienisch-schweizerischen Eigentümer haben dieses antizyklische Vorgehen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ermöglicht“, erklärt Geschäftsführer Herbert Czech, „die Familie Pasquale löste damit ihr Versprechen ein, die Marke Waldquelle zu stärken und die bereits erreichte Marktposition auszubauen.“ Seit 2004 konnte die Waldquelle ihren Marktanteil im heimischen Lebensmittelhandel von 12,4 auf 18 Prozent ausweiten. Auch im Vorjahr lag die Waldquelle wieder über dem Branchenschnitt.

 

Neues in Sachen Mineralwasser gibt es auch im Südburgenland: Das neue Gastronomieprogramm von Güssinger ist die kunstvolle Umsetzung der Philosophie des südburgenländischen Unternehmens. Güssinger (www.guessinger.at) rückt dabei das „Ursprüngliche und Naturbelassene“ in den Mittelpunkt: „Ein so unverfälschtes Produkt, mit einer derart naturgegebenen Kraft und Anziehung, benötigt keine künstliche Aufwertung.“ Das neue Erscheinungsbild will die Sprache des Ursprünglichen formvollendet übersetzen und beinhaltet den Slogan „Güssinger, das reinste Leben – die hohe Kunst des unverfälschten Geschmacks“.

 

Bild: Römerquelle

 

 

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