Wer braucht Gastro-Kritiker?

 

Sie sind die Läuse in den Pelzen der Gastronomen – die Kritiker. Doch können sie wirklich Karrieren fördern? Haben sie das Zeug, mit Vorsatz zu zerstören? Wer braucht die selbsternannten "Fress-Päpste"? Oder sind sie überschätzt, überheblich und entbehrlich? FM hörte sich in der Szene um.

 

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Salzburg trotzt der Krise

Im Tourismusjahr 2008/09 erzielte Salzburg mit 23.810.912 Nächtigungen das zweitbeste Ergebnis seiner Geschichte. Auch die abgelaufene Wintersaison war erfolgreich und konnte mit 13.812.256 Übernachtungen nur vom Vorjahr übertroffen werden.


Zurückzuführen ist diese Erfolgsbilanz trotz der Wirtschaftskrise nicht zuletzt auf die starken Marken „Alpine Wellness“, „Via Culinaria“ und die fünfte Jahreszeit „Bauernherbst“.

 

Die Qualitätsmarke „Alpine Wellness“ ist das Aushängeschild des SalzburgerLandes im Angebotssegment „Gesundheits- und Wellnessurlaub“ und wurde von der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLTG) ins Leben gerufen. Dieses Thema ist derzeit aktueller denn je: das zeigen die Auszeichnungen von vier neuen Betrieben im SalzburgerLand und die aktuellen Marktforschungsergebnisse: Nach Ansicht des Münchener Instituts für Freizeitwirtschaft (IFF) gehört der Gesundheits- und Wellnesstourismus zu den dynamischsten Märkten der gesamten Branche, für den sich eine dauerhaft wachsende Nachfrage abzeichnet. Die Zahl der an Wellnessurlaub Interessierten wird sich nach Institutsberechnungen bis 2020 auf knapp 12 Mio. in Deutschland verdoppeln (Quelle: Gruner & Jahr, Feb.2009). Derzeit nutzen 25 Prozent (2006: 19%, 2004: 16,5%) der Salzburger Gäste das Wellnessangebot, wobei sechs Prozent (2006: 5%, 2004: 4%) Wellness als zentrales Urlaubsthema sehen (Quelle: T-Mona 2004-2008).

 

Die wichtigsten Herkunftsmärkte im SalzburgerLand sind Deutschland (40,7%), Österreich (23,4%) und die Niederlande (8,6%). Schöne Naturumgebung ist für 33,6% der deutschen Wellnessurlauber ein Top-3-Motiv (nach körperlichem Ausgleich 39,2% und Pflege & Verwöhnen 36,6%). Das SalzburgerLand wird seit Jahren für seinen attraktiven Naturraum geschätzt: 81% der Gäste entscheiden sich aufgrund der Landschaft für das SalzburgerLand (Studie: GfK Travel Scope 2008, T-Mona 2006-2008).

 

Durch diese aktuellen Zahlen fühlt sich die SLTG bestätigt, die Marketingaktivitäten für „Alpine Wellness“ weiter zu forcieren: „Es ist ein klarer Trend von passivem Wellnesskonsum zu ‚aktiver Wellness‘ (Verhaltensänderung) zu erkennen. Das SalzburgerLand bietet mit seinen ‚Luxusgütern der Zukunft‘ wie Zeit, Ruhe, Sicherheit, Umwelt/klares Wasser/frische Luft, Raum etc. die besten Voraussetzungen. Die SLTG setzt bei der Bearbeitung des Themas Alpine Wellness auf einen Marketing-Mix aus Online-Marketingaktivitäten, Wirtschaftskooperationen, PR & Pressearbeit und Direct Mailing“, erläutert SLTG-Geschäftsführer Leo Bauernberger.

 

Die 5. Jahreszeit

Die 14. Ausgabe des „Bauernherbst“ vom 29. August bis 26. Oktober 2010 steht unter dem Motto „Salzburgerisch aufgetischt“ im Zeichen der Kulinarik. Was 1996 mit knapp 150.000 Besuchern begann, entwickelte sich mit 400.000 Besuchern im Vorjahr zu einer wahren Erfolgsstory. „Geschätzte 4,3 Millionen Teilnehmer haben sich seit Bestehen den Bauernherbst nicht entgehen lassen, rund fünf Millionen Euro wurden bei der 13. Ausgabe umgesetzt“, gießt Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer die „fünfte Jahreszeit“ in konkrete Zahlen. Laut Schätzungen beträgt der Gesamtumsatz der ersten 13 Jahre 56 Mio. Euro.

 

Leo Bauernberger bezeichnet den Bauernherbst als perfekten Übergang vom Salzburger Almsommer in den Wintertourismus: „Mit dem Bauernherbst ist es uns gelungen, einen Angebotsklassiker für die Nebensaison zu etablieren, der sich bestens entwickelt hat.“ In Übernachtungen ausgedrückt, bedeutete dies im September und Oktober 1998 rund 532.000 Übernachtungen, innerhalb von zehn Jahren nahmen die Nächtigungen um 22 Prozent auf 650.000 zu.

 

Salzburgerisch aufgetischt

Im Rahmen des heurigen Bauernherbstes rücken leibliche Genüsse in den Mittelpunkt. Die Gäste erhalten die Möglichkeit, regionale Produkte und Rezepte kennenzulernen und die Gerichte der Salzburger Schmankerl-Küche in all ihren Facetten zu verkosten. Das Angebot reicht von „A“ wie Apfelstrudel bis „Z“ wie Zwetschkenknödel. Dazwischen folgen in ungeordneter Reihenfolge: das Bratl aus der Rein mit Kartoffel und Krautsalat, die Kasnocken aus der Pfanne, die Bauernkrapfen, die geräucherten Saiblinge aus dem Fuschlsee, der Schafbraten aus dem Lungau und süße Köstlichkeiten wie das Hollakoch, das Rahmkoch oder der Kaiserschmarren.

 

Um diese Spezialitäten zuzubereiten, bedarf es erstklassiger Lebensmittel. Mit über 500 Produkten aus dem SalzburgerLand beweist auch der Handel seine tiefe Verbundenheit mit den Salzburger Produzenten und dem Bauernherbst. Ergänzt werden diese Schmankerl durch selbst gebrannte Schnäpse, Most, frisch gepressten Apfelsaft, Mostsekt, Kräutertee und dem Herbst-Gold der Stieglbrauerei. Von dieser exklusiven Bier-Spezialität wurden im Vorjahr 600 Hektoliter abgesetzt. „Heuer soll der Ausstoß auf 900 hl bzw. 180.000 Flaschen gesteigert werden“, plant Stiegl-Chef Heinrich-Dieter Kiener. Die bäuerlichen Produkte werden von den Bauernherbst-Wirten nach regionalen Rezepten verkocht und kredenzt. Ein eigenes Kochbuch von Kathi Hutter unter dem Titel „Salzburger Bäuerinnen kochen“ soll die teilnehmenden Betriebe dazu animieren, bäuerliche Gerichte auf die Speisekarte zu setzen.

 

Den Auftakt des 14. Bauernherbstes bilden die zwei offiziellen Eröffnungsfeste in Uttendorf-Weißensee und Faistenau. Am 29. August hält Bundesminister DI Niki Berlakovich in Uttendorf-Weißensee um elf Uhr die Festansprache zur Eröffnung, bevor Wilfried Haslauer mit dem traditionellen Bieranstich das Fest kulinarisch eröffnen wird. Auf dem Programm stehen ein Konzert der Trachtenmusikkapelle Uttendorf, der große Bauernmarkt, traditionelle Handwerksvorführungen, ein Festumzug und die „Wahl der feschesten Lederhos’n und Dirndlgwandl“. Frühaufsteher erwartet mit dem Schafabtrieb aus dem Stubachtal bereits um 8 Uhr früh ein besonderes Erlebnis. Einen Tag später wird im Flachgauer Faistenau der Bauernherbst unter der 1.000 Jahre alten Linde ein zweites Mal eröffnet. Der ehemalige EU-Kommissar Dr. Franz Fischler wird als Ehrengast erwartet. Für Unterhaltung sorgt ein Fußhackel-Wettbewerb für Kinder und Erwachsene. Außerdem werden Pferdekutschenfahrten und ein Schatzspiel geboten.

 

„Via Culinaria“ – Wege zum Genuss

Flächendeckenden Genuss versprechen die sieben Touren der „Via Culinaria“ quer durch Stadt und Land Salzburg. Die Genusswege für Feinspitze, Naschkatzen, Fischfans, Fleischtiger, Hüttenhocker, Käsefreaks, Bierverkoster und Schnapsfreunde führen durch alle Salzburger Genuss- und Ferienregionen. An den Wegen liegen 65 Hauben-Restaurants, 13 Betriebe mit Michelin-Sternen, 21 Almen und Bauernhöfe, 14 Konditoreien, 36 Lebensmittelproduzenten und 21 originelle Gasthöfe mit bürgerlicher Küche.

 

Die übersichtlich gestaltete Via Culinaria-Broschüre bietet einen guten Überblick über die sieben Genusstouren. Eine zusätzliche Faltkarte mit allen Genusspunkten erleichtert die Orientierung. Genusspunkte markieren die wichtigsten Stationen in den Ferienregionen und entlang der farbig eingezeichneten Themenrouten. Die Broschüre mit allen Besichtigungstipps und Hintergrundgeschichten ist bei allen 184 Via-Culinaria-Betrieben erhältlich.

 

Stadt Salzburg bleibt stabil

Auch durch die Salzburg Card verzeichnete Salzburg im Dezember 2009 ein Nächtigungsplus von 5,5 Prozent, wenn auch während des Gesamtjahres ein moderates Minus von 2,2 Prozent in Kauf genommen werden musste. Vor allem die heimischen Gäste haben dafür gesorgt, dass der befürchtete Rückgang geringer als befürchtet ausgefallen ist. Mit mehr als 115.000 verkauften Salzburg Cards wurde das zweitbeste Ergebnis der 15-jährigen Erfolgsgeschichte verzeichnet. Mit einer 24-Stunden-Karte für Erwachsene um 24 Euro wurden durchschnittlich fünf Sehenswürdigkeiten in der Stadt Salzburg besucht. Die Ausschüttung an die 24 Leistungsträger erreichte über 2,3 Mio. Euro.

 

„Der Hauptgrund für dieses gute Ergebnis geht wohl mit der erhöhten Preissensibilität der Gäste einher“, erklärt MMag. Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH., die positive Entwicklung. Alle Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt Salzburg können gratis besucht werden und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist ebenfalls inkludiert. Insgesamt wurde die Salzburg Card seit ihrer Einführung 1,15 Mio. Mal verkauft und generierte einen Gesamtumsatz von über 19 Mio. Euro. Allein im Vorjahr wurden rund 850.000 Eintritte damit getätigt. Die Top-Sehenswürdigkeiten bleiben die Festung Hohensalzburg, Mozarts Geburts- und Wohnhaus, die Wasserspiele in Hellbrunn und die Salzach-Schifffahrt.

 

Salzburg feiert runden Geburtstag

Die Salzburger Festspiele werden 90 Jahre alt und widmen diesem Jubiläum 2010 eine große Sonderausstellung. Im Zentrum des Opernprogramms der Salzburger Festspiele 2010 (25.7. bis 30.8.) steht der Mythos mit seinem Potenzial, elementare menschliche Erfahrungen und Situationen zu versinnbildlichen. Highlight ist die Uraufführung der Oper „Dionysos“ des deutschen Komponisten Wolfgang Rihm, der diese eigens für die Salzburger Festspiele komponiert hat. Ein anderes Opernhighlight ist Richard Strauss’ „Elektra“, das erste gemeinsame Werk der Festspielgründer Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal.

 

Ein weiterer Höhepunkt ist die Ausstellung „Das große Welttheater“ des Salzburg Museums, eine multimediale Schau, die einen umfassenden Blick ins Innere der „Weltbühne“ gewährt. Ausgehend von der Gründungsidee nimmt die Schau den Besucher mit auf eine Reise, die die geschichtliche Entwicklung und die Etablierung der Salzburger Festspiele zu einem der hochkarätigsten Festivals der Welt zeigt – bis hin zur zentralen Installation der Weltbühne, einer stilisierten Bühne mit multimedialer Bespielung. An 24 Wochenendterminen sind bis zum 30. Oktober Mozarts schönste Ouvertüren, Sinfonien und Konzerte zu hören. Auf dem Programm stehen u.a. Opernouvertüren aus „Le nozze di Figaro“, „Don Giovanni“, „Cosi fan tutte“, Solistenkonzerte und Sinfonien wie die Haffner-Sinfonie, die Prager-Sinfonie oder die Jupiter-Sinfonie. Die Sommerszene, ein internationales Tanz- und Theaterfestival, hat sich in Salzburg zu einem echten Sommer-Fixpunkt für Kenner etabliert. „echt Salzburg - das Festival zur Stadt“ (8. bis 17. Juli) macht die Mozartstadt mit all ihren Facetten selbst zum Thema. Auf dem Programm stehen Filme, Installationen und Performances, die eine aktuelle künstlerische Sicht auf Salzburg, auf Problemfelder und Besonderheiten werfen. Die Projekte sind Unikate, die direkt vor Ort erarbeitet werden.

 

„Baumzipfelweg“-Eröffnung in Saalbach

Zwei Unternehmer, die schon seit einiger Zeit die touristische Erschließung des Talschlusses in Saalbach-Hinterglemm vorantreiben, haben sich nun zu einem Projekt zusammengetan: Lindlingalm-Wirt Bartl Hasenauer und Reinhold Bauböck, Betreiber des größten Hochseilparks Österreichs.

 

Am 16. Juli wird der Baumzipfelweg – der höchstgelegene Wipfelwanderweg Europas – um 10 Uhr auf der Lindlingalm durch Wilfried Haslauer offiziell eröffnet. Ab 9 Uhr besteht eine Shuttle-Verbindung vom Parkplatz Lengau. Bis zum 18. Juli gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit einem Fest im Talschluss mit ermäßigtem Eintritt im Hochseilpark, Europarutsche, Kinderprogramm und musikalischer Unterhaltung. Die Kombination aus einem ein Kilometer langen Rundweg in den Baumwipfeln mit einer 200 Meter langen Hängebrücke in rund 40 Meter Höhe ist ein weltweit einzigartiges Projekt. Durch die massive Lärchenholzkonstruktion mit Treppen, Türmen, Brücken und Plattformen wird der Baumzipfelweg nicht nur ein ganzjähriges Ausflugsziel für Naturliebhaber, sondern auch für Familien und alle Altersgruppen.

 

Das Salzkammergut-Glücksbuch

Wer offen für die Faszination und den Reichtum der Natur ist, der kann im Salzkammergut Glück in unendlicher Vielfalt spüren. Die ursprüngliche Landschaft mit ihren vielen Seen, Kult(ur)-Stätten und Naturschätzen ist die Region mit der weltweit größten Dichte an nachgewiesenen Glücksplätzen. Das Buch „Glück im Salzkammergut“ mit Anregungen zum Glücklichsein ist ein guter Reisebegleiter durch die begnadete Landschaft. Die 18 Autoren, vom Rösslwirt Helmut Peter über Ronald Felder (GF Salzkammergut Tourismus) bis zum Psychoanalytiker Christoph Fischer, beschreiben ihre ganz persönlichen Glücksplätze, geben Erfahrungsberichte, Wissen und Ratschläge weiter.

 

Erhältlich ist der Band im gut sortierten Fachhandel und unter www.salzkammergut.at. Details zu den einzelnen Wanderungen erfahren Interessierte im „Salzkammergut Wanderatlas Glücksplätze“. Ab 2010 wird im Salzkammergut jährlich am Österreichischen Nationalfeiertag (26.10.) der „Glückstag“ mit vielen Impulsen und Aktivitäten begangen. Dabei geht’s gemeinsam auf Glückssuche und es gibt einige der schönsten Plätze im Salzkammergut zu entdecken.

 

Bild: Salzburg Info

 

 

 

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