Der Kauf von Hochriegel erwies sich als kluger Schachzug. Ebenso die Abgabe von Appelt an Maresi.
Der Sekthersteller Schlumberger hat die Wirtschaftskrise bisher gut gemeistert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. März endete, erzielte er mit einer Steigerung von 208,9 Mio. auf 213,9 Mio. Euro ein Umsatzplus von 2,4 Prozent. Das gab die österreichische Unternehmensgruppe mit Töchtern in Österreich, Deutschland und den Niederlanden heute, Donnerstag, in einer Pressekonferenz bekannt. Schlumbergers EBIT kletterte von 2,1 Mio. auf 3,0 Mio. Euro. Auch die Börsianer ließen die Korken knallen und bescherten der Aktie ein sattes Plus.
Kauf von Hochriegl rentiert sich
Die Ergebnisse erklärt der Getränkehersteller durch Erfolge in Österreich und bei der niederländischen Tochter Walraven|Sax. "Die Strategie, in der schwierigen Phase gegen den Zyklus in die Kernkompetenz der rein heimischen Erzeugung zu investieren, ist aufgegangen", so Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter. Darunter fiel der Kauf von österreichs absatzstärkster Sektmarke Hochriegl, die das Jahr für das Unternehmen zu einem "historischen" macht. Gleichzeitig wurde die Vertriebstochter Appelt an Maresi abgegeben.
Profitieren konnte das Unternehmen auch von den Ergebnissen seiner beiden Töchter, den Vertriebsorganisationen Top Spirit und P.M. Mounier. Hier gelang ein Wertzuwachs von 5,4 Prozent und einem Mengenzuwachs von 3,0 Prozent mit den Zugpferden des weiter wachsenden Kräutermarkts und von Vodka. Die Exporte stiegen um 15,4 Prozent, womit der exportierte Anteil bei Schlumberger derzeit 30 Prozent beträgt. Das Auslandsgeschäft soll weiter verstärkt werden, zudem kündigt Kranebitter für das laufende Geschäftsjahr ein weiteres Wachstum im hohen einstelligen Bereich bei Umsatz und Betriebsergebnis an.
Foto: V.l.n.r.: Herbert Jagersberger, Vorstand Produktion und Logistik Schlumberger AG; Eduard Kranebitter, Vorstandsvorsitzender Schlumberger AG; Wolfgang Spiller, Vorstand Finanzen und IT Schlumberger AG
Bild: fotodienst.at/Anna Rauchenberger
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