Langsam ist es Darbo nicht mehr „powidl“: Die Kampagne gegen den Tiroler Konfitürenerzeuger gestaltet sich mittlerweile als Groteske in zig Akten.
Behauptet wurde, dass ein Großteil der Darbo-Konfitüren massiv mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet sei. „Unsere Kontrollen reichen von der Überprüfung der eingekauften Früchte bis zum fertigen Produkt“, betont Vorstandsvorsitzender Martin Darbo (Bild), der die Behauptung als kreditschädigend bezeichnet. „Niemals haben Darbo-Konfitüren die zulässigen Grenzwerte an Wirkstoffen überschritten“, stellt er mit Verweis auf die regelmäßigen Analysen bei akkreditierten, unabhängigen Instituten fest. Die juristische Auseinandersetzung um die Gastronomie-Großgebinde in Kunststoffbehältern und die 25-g-Portionspackungen (die Darbo als Versuche des Mitbewerbs deutet, die Produkte vom deutschen Markt fernzuhalten) hat mittlerweile eine Lösung gefunden: „Wir verwenden jetzt die Bezeichnung ‚Fruchtaufstrich‘ anstelle von ‚Konfitüre extra‘ “, so Darbo. Die Rezepturen mussten nicht geändert werden. Ein weiterer Vorwurf galt mangelnden Kompetenzen des Tiroler Unternehmens in Sachen Chemie und Produktionsprozesse. „So schlecht kann es darum nicht bestellt sein, wie die Kundenresonanz und zahlreiche unabhängige Testergebnisse belegen“, kommentiert Darbo lapidar.
Nach all diesen gerichtlichen Rangeleien wurde nun weiters eine Attacke in Form eines Offenen Briefs geritten. Seitens Zentis will man diesen weder bestätigen noch dementieren. Nun: es gibt ihn. Und er trägt den Titel „Zur Sache, Herr Darbo“. „Diesem Vorschlag komme ich gerne nach“, so der Angesprochene.
Bild: Darbo/Bissut
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