In der Wirtschaft zu Hause(r)

 

Wenn von Balthasar Hauser die Rede ist, fallen Begriffe wie Imperium, Phänomen, Legende. Über 100.000 Nächtigungen allein 2009 bestätigen den ideenreichen „Stanglwirt“. In allem.

 

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Nachdenken wirkt

Die ÖW sieht in Sachen actb eine „Nachdenkpause“ angebracht. VP-Tourismussprecher Franz Hörl nicht.


Die actb 2010 war nicht gerade die erfolgreichste aller Zeiten. Das Umsiedeln von der Messe Wien ins ACV begeisterte Aussteller wie Besucher der größten Fachmesse für den österreichischen und zentraleuropäischen Incomingmarkt nur mäßig.

Die Ankündigung einer „Nachdenkpause“ für die actb, die ÖW-Chefin Petra Stolba (Foto) aussprach, traf somit auf viele offene Ohren. 2011 wird die actb definiitiv nicht stattfinden, stattdessen soll sie detailliert analysiert und einem Relaunch unterzogen werden. Vertrieb und Verkauf hätten sich seit dem Start der Fachmesse (Mitte der 1970er Jahre) umfassend geändert, worauf es zu reagieren gelte, so Stolba.

 

„Da stellt sich für die Tourismusunternehmen die Frage, wo dann Verträge und Kontingente zentral verhandelt werden sollen“, kritisierte NR-Abg. und VP-Tourismussprecher Franz Hörl heute. „Soll dann jedes Unternehmen seine Zielregionen und Reiseanbieter einzeln besuchen?“

„Es wird immer eine Verkaufsförderungsplattform für den österreichischen Tourismus geben“, so Stolba im TP-Blog; innovativer und zeitgemäßer wolle man werden. „Was bitte war denn die actb bisher? Sie war, ist und soll auch eine attraktive Verkaufsförderungsplattform bleiben … und das natürlich jedes Jahr“, so Hörl. Damit verwehrt er sich auch gegen einen möglichen Zwei-Jahres-Rhythmus der actb. Der bislang seitens der ÖW nichtJa als endgültige Lösung, sondern nur als angedachte Option kommuniziert wurde.

 

Tiroler Mut zur Lücke

 

Das seit Jahren geplante Projekt „theALPS“ fand mit dem angekündigten Aussetzen der actb nun den rechten Zeitpunkt für ihren Erstauftritt. Auf Initiative der Tiroler Touristiker (allen voran WKT-Spartenobmann Gotthard Scheiber) soll im September 2010 zunächst ein Pilot für die Alpenmesse (Leitthema „Erlebnisraum Alpen/Inszenierung“) über die Bühne gehen. Das Projekt wird in Abstimmung und Kooperation mit der ÖW entwickelt, für Stolba ist es eine „sinnvolle Ergänzung zu unseren Aktivitäten“.

„theALPS“ versteht sich als „Plattform für gemeinsames touristisches Handeln im Alpenraum, Vernetzung und innovatives Denken“.  Tirol, Vorarlberg und Salzburg sind bereits fix im Boot. Geplant ist ein Zwei-Jahres-Rhythmus.

 

„Ich begrüße es sehr, dass die Tirol Werbung diese Chance nützt und eine weitere starke Veranstaltung formiert“, sagt Hörl.

 

 

Foto © ÖW/Christandl

 

 

 

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