Wer braucht Gastro-Kritiker?

 

Sie sind die Läuse in den Pelzen der Gastronomen – die Kritiker. Doch können sie wirklich Karrieren fördern? Haben sie das Zeug, mit Vorsatz zu zerstören? Wer braucht die selbsternannten "Fress-Päpste"? Oder sind sie überschätzt, überheblich und entbehrlich? FM hörte sich in der Szene um.

 

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Zehn Jahre SteirerKren

Genuss ohne Verdruss: Mit der Idee, frisch geriebenen Kren haltbar zu machen, traf man den Geschmacksnerv einer ganzen Generation.


SteirerKren ist heute ein Exportschlager und zählt zu den Fixsternen am Markenhimmel des Lebensmittelhandels. Gerade die Osterzeit zeigt, dass Kren als Veredelungsfaktor bei Speisen und Saucen an Bedeutung gewinnt.

 

Frische wurde bei der feldbacher fruit partners GmbH immer schon groß geschrieben. Ein Grund dafür, dass sich das Familienunternehmen mit deutschen Wurzeln vor mehr als 30 Jahren für den Standort in der Steiermark entschied. „In Deutschland wurde mit steigender Produktion die Krenrohware irgendwann knapp. Der Import aus Österreich bedeutete gleichzeitig hohe Transportkosten, Umweltbelastung und vor allem Frischeverlust“, erinnert sich Herbert Hörrlein, Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer der feldbacher fruit partners GmbH.

 

Von Franken in die Steiermark

 

Wohl kaum eine andere Familie verbindet eine traditionsreichere Geschichte mit dem Kren, oder dem Meerrettich, wie man in Deutschland auch zu sagen pflegt. Anbau und Verarbeitung der „Krenwurzn“ sind bis heute eine der zentralen Geschäftsgrundlagen des Unternehmens. Begonnen hatte alles in Franken in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts: In diesem traditionellen Krenanbaugebiet Deutschlands etablierte die Familie Hörrlein damals ihren ersten krenverarbeitenden Betrieb. Herbert Hörrlein gründete im Jahr 1976 sein Unternehmen im steirischen Feldbach – eine Region, die für ihren herzhaft schmeckenden Kren berühmt ist. Hier wurde ein neues Unternehmenskapitel aufgeschlagen: Die Idee, frisch geriebenen Kren haltbar zu machen, konnte in Angriff genommen werden.

 

Den österreichischen Essgewohnheiten gerecht werden und ein Convenience-Produkt, also eine küchenfertige Speise ohne Qualitätsabstriche zu schaffen – mit diesem Grundgedanken startete die feldbacher fruit partners gmbh die Entwicklung von SteirerKren im Glas. „Aus der Erfahrung heraus wissen wir, dass Krenreiben eine tränenreiche und aufwändige Angelegenheit ist“, begründet Marketingmanager Philipp Hörrlein den Entwicklungsanstoß. „Dennoch ziehen vor allem die Österreicher frischen Kren dem saucigen, haltbaren Kren vor.“  Die besondere Herausforderung bestand darin, Schärfe und Farbe nach dem Reiben zu erhalten. Nach erfolgreicher Marktreifeprüfung in einer steirischen Buschenschank und der Konstruktion einer speziellen SteirerKren-Reibemaschine – nach wie vor das Herzstück der Produktion - stand einem Markteintritt in Österreich nichts mehr im Weg. Zunächst nur in 1-kg-Eimern für Gastronomiebetriebe erhältlich, erforderte die große Nachfrage nach SteirerKren schon kurze Zeit später, auch Portionierungen für den Hausgebrauch zu realisieren.

 

Die Nachfrage war größer als gedacht

 

„Bei der Markteinführung war für unsere Vertriebspartner noch eine Mindestbestellmenge von 60 Eimern bzw. 2.000 Gläsern verbindlich“, erinnert sich Herbert Hörrlein.  „Heute werden von den gleichen Abnehmern wöchentlich im Schnitt 6.000 Eimer und 60.000 Gläser bestellt.“  Schon wenige Jahre nach Entwicklung des Produkts SteirerKren stieß die Produktionsanlage an die Grenzen ihrer Kapazität. Eine neue Abfüllmaschine wurde konstruiert und errichtet, die das Abfüllen von Hand ablöste. Markteintritte in Slowenien, Tschechien, Italien, Deutschland, Russland und der Slowakei folgten, die Verkaufszahlen stiegen in den vergangen fünf Jahren durchschnittlich um je 30 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden vom Produkt SteirerKren erstmals über 300.000 Eimer und drei Millionen Gläser gefertigt und vertrieben.

 

Bild: SteirerKren

 

 

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